Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 8 (1859)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die mystische Literatur in der gaonäischen Epoche
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 104 (sequence 2)
- Language
- German
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כיי,משרתי לא בראתי ממם לא יצר רע;ולא יצר טוב דלאתמרות ברגימם ,(iriefl, zu lesen:,יואץ ::•גנ^מ- ואץ גזל:בכהפימם. ולישמעאל•,(ולישראל בראתי כל אלמ מדיר!; ממם Es ist also sicher, daß etwas Aehnliches, wie in diesem Cifat aus: den Hechalot, .in den Otisot enthalten 1 war^,׳ Dieses: mystische Stück, eine Art L8c!su8io Llo8i8, kommtauch in der Pesikta di R. Kahana vor (Abschnitt 20) vor. In. der- Sammlung Arze Lebanon wirddieses Stück מעץ תכממ betitelt.;v ■.:■; 5) Die auch nur oberflächliche Betrachtung der Hauptquellen der alten. Mystik hat sie uns als ein zusammenhängendes Ganze gezeigt, deffen umfassenden Rahmen die Otijot di R. Akiba, und dessen Theile die Glorisication des Henoch-Metatoron, die Beschreibung der Gottesgröße nach Maßbestimmungen, die Schilderung der himmlischen Hallen bilden. Suchen wir setzt die Epoche zu bestimmen, innerhalb welcher diese Compositionen entstanden sind. Ließe man sich von einzelnen Anklängen leiten, so könnte man -geneigt sein sie in die talmudische Zeit zu verfolgen. Denn die halb mystische, halb agadische Deutungen der Buchstaben des hebräischen Alphabets vermittelst des Notarikon ־ die vorherrschende Methode in den Otisot : findet sich )bereits in dem alten palästinensischen Midrasch (Jerus. Chagiga -II, Genesis Rabbah c. 1). Mystische Gottesnamen von 12, 42.:und 72 Buchstaben stammen mindestens aus der talmudischen Zeit, wenn sie nicht älter find (Kiduschin 71, a); die mystische Merkaba und das Schauen derselben haben ihre Voraussetzung in den beiden Talmuden. Die mystische Bedeutung der Buchstaben und ihre Zusammensetzung wird ebenfalls im Talmud vorausgesetzt (Berachot 55,. a). Neue , so zu sagen unbiblische Engelnamen find im Talmud nicht selten, unter andern auch der Engel Synadelphon. welcher - .500 Parasangen - höher ist als sein Genosse und seinem Schöpfer-Kronen bindet (Chagiga 13, d), sicherlich-dem gnostischen Borstellungskreife entnommen. Metatoron, der in der genannten mystischen Literatureine Hauptrolle spielt, kommt sehr häufig in beiden Talmuden vor;, er ist -der,Herr der.׳Welt (שר מעולם), der aQX01 v xb *60^8, eine gnostische Bezeichnung (vergl. Chagiga 16׳, a, Synhedrin 38,-b, Jebamot 16, a und Chulin 60, a), Aber darum läßt, sich doch nicht behaupten, daß die genannten mystischen Compositjonen der . talmudischen Zeit angehören- Im Gegentheil läßt sich erweisen, daß die darin herrschenden Vorstellungen theils dem' talmudischen Zeitalter unbekannt waren, theils von talmudischen Autoritäten perhorrescirt wurden.