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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 3 · p. Seite 101

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 3
Article
Eigenhändige Briefe von Moses Mendelsohn
Date
1859-01-01
Page
Seite 101 (sequence 2)
Language
German
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Eigenhändige Briefe von Mosis Mestddlsohnl föl •:!•>״ ■< .״Nachdem 6<i: meiner damaligen zu Leipzig obwaltenden Ep pedition in verschiedenen ökonomischen Geschäften die Treue und Einsicht eines erfahrenen Menschen erforderlich ist und ich durch - glaubwürdige christliche Zeugniffe'derhiesigen vornehmsten Kaufbleute und׳ Bürgervon dem bisherigen rechtschäffenest Wandel' des ■ד ■in Dessau ansässigen Juden Hertz Jakob überzeugt worden bin, so habe ich kein Bedenken getragen, Nach erhaltener allergnädigster Concession des Enhr- Sächsischen Höffes, - diesen Hertz Jakob auf den Fall erforderlicher Umstände als meinen Factor zu bestättigen und zu seiner Legitimation gegenwärtigen Attest mit meiner eigenhändigen Unterschrift und beygedruckteln Pettschafft auszufertigen". Gegeben zu Leipzig, den 12. Sept. 1769. ׳ Gerhard George vott ältest Bokum, Russisch Kayserlicher Major. Auch der Sohn Man Hertz, an den die meisten Briefe gerichtet sind und welcher in Leipzig ansässig war, stand bei dem weisen und gerechten Friedrich August I., damaligen Herzoge von Sachsen, in besondernr Ansehen. Ein von diesem selbst Und seinem' bekannten Minister Frhr. v. Gutschmidt eigenhändig Unterzeichneter-Paß, welcher Man Herz mit Frau, Kinder und Dienerschaft ״bei den zu verrichtenden Reisen von dem gewöhnlichen Leibzolle, Aufschläge, Geleite-, Schütz-, Wege- und Brückengeld, so die Juden-sonst für ihre Person entrichten müssen, bis. zu weiterer Verordnung besteht", ist noch im Original vorhanden^ - - . Wir gehen nun zn den Briefen selbst über. Zunächst erwähnen wir das Fragment eines Briefes, dessen Datum abgerissen ist und in welchem folgende interessante Stelle vorkomint: ׳ ״Die Ehrensäule daselbst in Paulitta ist mir zu Ehrest nicht errichtet wordenf mein lieber Rabbi ElkaNon! Es war eine׳ Grille, wie׳ ich gehört, von dem alten vortrefflichen Oeser, daß er auf meiner Urne für einen jungen Adligen die Unsterblichkeit durch das Wort ״Phädon" wollte abbilden und dieses sollen die Freunde von dem jungen Adeligen nicht haben zugeben wollen". ׳ Ferner berichtet er -in diesem Fragmente , daß er in der Angelegenheit feiner Schwester seelig an den Präsidenten Stubenrauch in Dessau geschrieben und ihn gebeten habe, ausma'chen und beschleunigen zu lassen. In seiner Antwort habe dieser mit vieler Höflichkeit versprochen, es auch zu thun, hat auch wirklich den lriip zu sich kommen-lassen und mit ihnen deswegen gesprochen- In einem andern׳! Briefe, dem gleichfalls das Datum, abgerissen ist!, heißt es:

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