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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1859-01-01 · Heft 2 · p. Seite 47

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1859)
Issue
Heft 2
Article
Zur Geschichte der Juden in Mecklenburg
Date
1859-01-01
Page
Seite 47 (sequence 3)
Language
German
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Zur Geschichte der Juden in Mecklenburg. 47 ,; Schröder weist in seinem papistischen Mecklenburg, wahrscheinlich nach dem Stadtbuche von Wismar, nach, daß mit »ollster Gewißheit im Jahre 1261 Juden daselbst gewohnt haben. Im Jahre 1274 wird eines Juden Salachiel von Wismar und eines Begräbnißplatzes erwähnt, den man den dortigen Juden außerhalb des Cröpliner Thors, bei den Voghen Teiche, amWege nach Liftow belegen, eingeräumt^). Daß die Juden 1306 aus Wismar vertrieben worden bezeugt Latomus^); außerdem kommt auch in alten Schriften nicht nur domns Jnäasormn, sondern auch platea Judaeorum (Judenhaus und Judenstraße) vor; namentlich wird ein Lazarus, Sohn Zacharias,-׳ nebst seinem Bruder Salomon. Mordchai und Frau Cholde, als damals in Wismar lebend und wohnend, angeführt.׳ In den Wismarer Urkunden ad an. 1316 kommt auch der vrome Jod Danitz vor. Die älteste und gröste jüdische Gemeinde Mecklenburg- / Schwerins scheint zu- Parch im gewesen zu sein. Tychsen zählte noch 36 Mische Leichensteine, wovon einige aus dem 13. Jahr-' \ hundert waren. Cordesius bemerkt in seiner Chronik, daß einige Wohnungen der Stadt den Namen Tempel und Tempel-Scheure haben, ein Ort vor dem Kreuzthore ״Juden-Kayfer" (Juden 2!״p?) heiße und das Mauerwerk des Kreuzthores in der St.'Marienkirche Steine mit hebräischen Inschriften besitzt, was Alles beweise, wie früh die Juden in dieser Stadt sich niedergelassen. Doch berichtet er nicht, wann die Synagoge und der-Friedhof zu Parchim zerstört worden; noch vermag er Sicheres über die Niederlassungszeit der Juden dortselbst anzuführen. Möglich, daß zu Carl des Großen und Ludwig des Frommen Zeilen Juden als Handelsleute mit in die Gegend der Elbe — schon im Jahre 995 befanden ׳sich, wie authentische Urpost rerum Immutari presentes nostras literas in testimonium totins rei scribi Jussimus Irsasque (?) sigillormn nostornm robore communiri. Datum Anno doniini MCCLVII. Nono calendas augusti in nostro opido Zwerin. 4) Vergib die Stadt Rostock Gerechtsame, Rost. 1752 Fol. pag. 250 und die beigefügte Urkunde S. 9596; vgl. auch: der Landesfürst in Rostock, 1 Thl. 1762. fol. pag. 118. Auch wird in einer Urkunde vom Jahre 1286, die in dem Landessürst von, Rostock pag. 9 ganz und in dem Rostocker ״Etwas ad an. 1739" pag. 870 rc. zum Theil sich befindet eines jüdischen Friedhofes gedacht: 5) Denoaloebron. ad 1301. . 4

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