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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 12 · p. Seite 454

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 12
Article
Jekutiel und Joseph Ibn-Migasch
Date
1858-01-01
Page
Seite 454 (sequence 2)
Language
German
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454 Wissenschaftliche Aufsätze. jene Zeit nur den Auszug des geschichtlichen Gewebes geben, liefern die Divane den Einschlag dazu. Eine Menge Personen treten uns aus den Gedichten entgegen, die früher nicht einmal dem Namen nach bekannt waren, oder von denen cs bisher nur eine dunkle Kunde gab. Unter den ganz neuen Persönlichkeiten, welche aus mehreren Gedichten 2bu-GebirolS auftauchen, nimmt ein 2ekn kiel die erste Stelle ein. Das ganze Gold seiner Poesie verwendete der Dichter von Saragopa und Valencia, um diesen Mann zu verherrlichen. In der hyperbolischen Weise des arabischen Geschmackes legt er Jekuticl die Welt zu Füßen und macht ihn zuin Herrn der wandelbaren. hämi>chen Ze׳>t. ״Geböte er der Sonne still zu stehen, so würde sie in ihrem Lause cinhalten. Wer ihn mit andern Wesen vergleicht, seht fünfzig zu fünf herab. Er steht eben so hoch über den Menschen, wie diese über den vernunstlosen Geschöpfen." Die Frage, wer dieser hochgesinnte Iekuticl gewesen, hat natürlich die Forscher beschäftigt, aber da so gar nichts in den Chroniken von ihm berichtet wird, konnte sie nicht entschiede» werden. Aus Verzweiflung an der Lösung machte ihn Luzzato zu einem Franzosen, zum Bruder des Dichters Elrah hasakan aus Mans (le Mans), aus keinem andern Grunde als dem, weil cs bekannt ist, daß diese Brüder Zeitgenossen von R. Hai Gaon und also von Ibn-Gebirol waren. Aber Luzatto schien nicht bedacht zu haben, daß ei» spanischer Dichter keine Kunde von einer französischen Persönlichkeit haben konnte, selbst wenn sie noch so bedeutend und hervorstechend gewesen wäre. Die Pyrenäen bildeten eine vollständige Scheidewand zwischen Len jüdischen Gemeinden Spaniens und Frankreichs. Selbst der emsige Chronograph Abraham Jbn-Dauhatte keine Kunde von Raschi, dessen Namen in Frankreich, Deutschland und Italien einen Hellen Klang hatte, und von dem gefeierten R. Tam, seinem Zeitgenossen, hatte er nur eine dunkle Kunde. Also unmöglich kann Zckutie! aus Frankreich gewesen sein; er muß vielmehr, da sich Ibn-Gebirol mit dcstcn Lebensverhältnissen vertraut zeigt, in Spanien eine bedeutende Stellung eingenommen haben. Sein Beiname Al Hassan!pricht auch dafür. Zunächst ergibt sich aus der Elegie, daß der Dichter in einem persönlichen Beichälrnissc zu Jekuticl stand, daß er von ihm protegirt wurde. ״Fraget nicht", so redet er seine Freunde au, ״warum meine Lippen beben. Von .meinem Haupte sind die eschatten gewichen." ע. כן שעו מני אנלדר בככי מה תקצסו עלי ומה תגערו אל תשאלו על מה שפתי צללו כי מעלי ראשי צללים סרו

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