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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 12 · p. Seite 453

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 12
Article
Einiges über die Farbenlehre des Talmud
Date
1858-01-01
Page
Seite 453 (sequence 7)
Language
German
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Wissenschaftliche Aufsätze. 453 weihten Fonnkrautö,. (Nidda 19, a), כנייניי בעור צלי, wie das abtriefende Wasser des gebrätelten Fleisches (ib.) und כנל״ניי אדניה wie das Wasser, in welchem eine gewisse Erdart aufgelöst wird, erwähnt. Wir wallen nun einige Ml in. Angabe» auf phpsskalischem Wege zu erörtern suchen. Zu dem verunreinigenden Menstruationsblut von rother Farbe (אדום) soll auch ירוק gehören (Nidda 19, b); das letztere Wort soll nach den Tos. ib. das (Mel(‘ bedeuten, nicht aber Grün, da dieses gar keine Aebnlichkeit mit Roth hat־, allein grade das Grün ist die coinplemcntärc Farbe von Roth, während Gelb eine besondere Hauptfarbe ist, nun entscheiden die Deeisorcn allerdings, dass Gelb nicht verunreinigend ist, was sie auch vom Grün bestimmen (I. Dea ISS) nach pbysikalischem Gesetze ist Grün, nicht aber Gelb mit Roll, verwandt. - Bereichot 9, b soll die Morgendämmerung so licht sejn, dass man הבלה von ברהי unterschciden soll׳. Raschi hält beide Worte für Bezeichnungen grüner Farbe, allein grünen Purpur gibt cs nicht, nehmen wir aber הבלה für r o t h e u Purpur, so ist G r ü n seine complcmentärc Farbe und steht daher mit ברהי in Verwandtschaft. — Endlich ist folgende Talmudstclle interessant. B. mcz. 8-l, a heisst cs: Wer' sich die schöne Gesielitsfarbe des R. Iochanan vorstellen will, der nehme einen polirten silbernen Becher, fülle ihn mit Körnern rother Granatäpfel, umgebe seinen Rand mit einem Kranze rother Rosen, stelle ihn zwischen Sonnenlicht und Schatten und der Rester des zu Boden fallenden Scheines ist jener Gesichtsfarbe ähnlich. Jelnttitl und Joseph Ibn-Migasch. Die Blüthezeit der jüdischen Geschichte auf der pyrenäischen Halbinsel ist im letzten Dccennium ausserordentlich bereichert worden. Die Veröffentlichung der poetischen Divane des Mose Jbn-Esras, des Icbuda Halcwi und zum Theil des schwermüthigen Dichters Salomo Ibn Gebirol haben uns nicht blos'einen tiefen Blick in die Gemüthsfülle dieser reichbegabten Dichter geöffnet, sondern auch das innere Getriebe der Geschichte bloßgclegt. Die Divane sind die Memoiren jener Zeit, welche die näheren Beziehungen der hervorragenden Persönlichkeiten zu ihren Zeitgenossen, ich möchte sagen, photographisch veranschaulichen. Während die Chroniken über

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