Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Zur Geschichte der Juden in Hamburg
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 415 (sequence 8)
- Language
- German
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Zur Geschichte der Juden in Hamburg. 415 1) Daß der Gras Adolph von Schauenburg dem Juden Zsaac aus Salz-Uflen im heutigen Fnrstenrlnu» Vivvo und ^ivölf seiner Glaubensgenosse» m1|׳attc!1 wollte, in 'Altona und dein Hainburg nahe gelegenen Dircnsen, welchem nach ilappenberg A damalo dem Hamburger KirN!spiel Sl. Petri eingepsarrl war, zu ivobneii. 2) Das? der Jude Zsaac den? Hamburger Üiathe als Einzngsgeld die für jene Zeit ganz bedeutende Suinme von;>000 Reichothalern und eine jährliche Abgabe von 200 Neichsthalern verzinsst. 3) Daß bis dahin (1583) keine öffentliche Synagoge in Hambürg sich befand, auch die netten Kolonisten keine neue aulegen, sondern sich mit einem Betlocale begnügen wollten. 4) Da Jsaae der bereits in der Stadt wohnenden portngiestscheu Juden mit keiner Sylbe erwähnt, so vermuthe» wir, daß er als deutscher Jude die portugiesischen Glaubensgenossen nicht als solche betrachtet. 5) Ist auch das Schreiben von Zsaac nicht selbst abgefaßt, so zeigt sich doch darin ein für die damalige Zeit überraschender Grad von Bildung, da er schon von Zeremonien spricht und ״ceremonialische und moralische l<*gcs״ zu unterscheiden weiß. 6) Daß Zsaac vielleicht einzig des ungestörte» Gottesdienstes wegen sich einen abgelegenen Stadttheil, den Brook, znm Wohnsih erbittet. 7) DaßZsaac endlich mit den Gemeinden in Frankfurt, WormS und Prag in Verbindung stand. Dem Salz-Üfier Znden wurde die Bitte abgeschlagen, wie wir nicht allein ans den der Copie hinzugcfngten Worten ersahren, sondern auch ans folgendem zweiten Schreiben ^), in welchem der abschläglich Beschiedene einige Zeit später bei dein Senate und Rathe der Stadt Hamburg petilionirt. ״Erbare achtbare hochgelarte vnd wolwise Herrn. E. Erb. Hochweisheit stndt meine nnterteinige Deinste. Nachdem ich armer Jude inn vergangenen kurtzen tagen ein supplication an E. Erb. Hochweisheit vbergeben, dciscn inholt, welcher maffen ich sampt eihlichen minen midtverwanten Juden, von dem Edlen vnd wolgebaren grave» zu Schowenburg auff 3) A. a. O. I.. 280. 4) A. a. O. I., 28(? ff. 30