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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 11 · p. Seite 404

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 11
Article
Zur Geschichte der Synagogen-Gemeinde in Königsberg
Date
1858-01-01
Page
Seite 404 (sequence 8)
Language
German
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404 Zur Geschichte der Synagogen-Gemeinde in Königsberg. des B. Jeremias, außerdem noch Sal. Jakob, ein Pelschierstecher, ״l-ier sehr nö.hig", und Salomon Fürst, ״der bei der hiesigen Universität nuwiculut »nd vor Ihre Maj.stät Ga.mie!, gemacht". Das nöibige Dableiben der Genannten wird in der Gxvosilion des Grafen nock dadnrch moiivirt, daß alle Jahre etliche Hundert fremder Inden lomn-en und ihre großen Je irrtage dort Hilbringen, alio für den Gottesdienst durch baute re» n. s. w. gesorgt sein muß, denn dies trage nicht allein an Indengeleit 7000 Guidcn ein, sondern auch ״Biele Tausend jährlich der König!. bassa an Zoll nnd Arrise". Hierauf antwortete der König unter dem 0. Avril 1717, ob schon der Graf der Meinung sey, die dort mit Schiuzbriesen versebencn Juden zu conscrvircii, zur Beförderung des König!. Interesses nnd Conscrviriing des CommerzinmS, so bleibe der König doch dabei, diejenigen, deren Schulzbriefe zu Ende laufen, wegznschassen. — Mil diesem Nescript, das vielleicht später abging, scheint ein nochmaliges Schreibcn des Grafett zu Dobna sich durchkreuzt z>l haben, in wclcheiit dieser unter dem 17. April desselben Jahres an den König berichtet, daß, da er auf seine Borsrellnngcn vom 77. Febr. und 15. März keine Resolution erhalten, er nicht habe umhin könneu, die Inden auszutrciben, außer Dreien, welche inhaftirr — vielleicht etwa wegen der früher erwähnten Schulden —, und außer dem Rabbi Val. Fürst, schon seit 1712 immatricnlirt und der st u d i r e» d c n I u g e 11 d d u r ch U u t e r r i ch t s e b r nützlich, nnd dem Scl'lachter und Vorsänger, damit durch 1111־ terhrechnngung des Handels dem Könige nicht großer Schaden geschehe. Aher n o ch in a l s in ü sse v v r g e st eilt w erden, daß des Königs Interesse nnd des Landes Bestes eS erfordere, auch den Petschierstecher Val. Jakob nnd dem Schneider Nissen Marcowitz zurück zu rufen, weil solche dem Lande und der Stadt sehr nützlich und nötbig. Von hcsondercm Interesse sind ans demsclhcu Jahre zwei Original-Briese, in welchem der Prinz basimir ZartorvSkp und der König August von Polen einen gewissen Levin zur Duldung in Königsberg der dortigen Regierung dringend empfehlen. Dieselben lauten (in der Rechtschreibung jener Zeit): Messieurs! Commc 10 Juif Gabriel Lovin, mon facteur comrne Domestique de ma maison cst intensiond d'aller dem eurer a Conigsberg, cncore devant los fettes de Pacque pour continucr 8a profetion au dit lieu, qu’est de tindre de

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