Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Ein exegetischer Versuch über Sprüche Sal. Kap.30 und Kap. 31, V.1-9
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 315 (sequence 15)
- Language
- German
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Reccnsionen und Anzeigen. 315 Rede. Eine solche Annahme würde überdies die durch ״den" mit den folgenden Versen verknüpfte, also notbwendig zuin Ganzen gehörende Ucbcrschrist ,widerlegen. Wenn es aber demnach gewiß ist, daß unser Kapitel ursprünglich ein schriftstellerisches Product ist, und daß die in demselben vorkommendcn rbctorischen Formen (Frage und Ermahnung) auf Rechnung der lebendigen Darstellung zu setzen sind, so glauben wir nicht zu irren, wenn wir dasselbe als eine satyrischc politisch-religiöse Epistel bezeichnen, welche wohl dazu bestimmt war. durch zahlreiche Abschriften im Volke verbreitet zu werden. Die in der Ucbcrschrist vorkommenden Bezeichnungen משא und נאם , sonst ausschließlich von der prophetischen Rede gebraucht, kommen hier mithin ebenfalls auf Rechnung der poetischen Einkleidung in lebendige Formen. Die Frage nach dem Namen des Autors hängt mit der Erklärung des ersten Verses zusammen, auf die wir verweisen. (Fortsetzung folgt.) Recensionen und Anzeigen. La parola israelitica. Orazioni tre seguite da una quarta et precedute da un discorso preliminare di Lelio della Torre. Padova 1858. 98 p. Unter dem obenstehcndcn Titel übergibt Professor Lelio della Torre der Lescwclt einige früher einzeln veröffentlichte Reden, die obschon bei verschiedenen Gelegenheiten gehalten, dennoch einen innern Zusammenhang haben und wegen ihrer Gediegenheit wohl verdienten, vor der den Flugschriften gewöhnlich bcschiedcnen ephemeren Existenz geschützt zu werden. Der gelehrte Vers, entwickelt in dieser Trilogie von Reden die Bedeutung des israelitischen Wortes nach seiner Dreithcilung in das gesprochene, geschriebene und symbolische Wort (la parola parlata, scritta, simbolica) und nimmt Gelegenheit, sich über einzelne für die Auffassung des Iudenthums höchst wichtige Punkte, wie über die Tradition und das Wesen der Cercmonien, mit einer dem Orte angemessenen Ausführlichkeit auszusprechen. Eine reiche, echt elassische Sprache, die bloß zuweilen in die philosophische Schulspracht übergeht, eine edle, in jeder Zeile hervortretend« Begristerung für das Judenthum und die jüdische Lehre und endlich 22*