Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Ein exegetischer Versuch über Sprüche Sal. Kap.30 und Kap. 31, V.1-9
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 305 (sequence 5)
- Language
- German
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WisseirschaftI.icke Aufsätze. 305 chem Sohn Gadi's, Pekack Sohn Remaljabu's und Hoschea, Sohn Ela's, sämmtlich Thronräuber, welche durch an#cftiftcte Empörung und (mit Ausnahme Ierobeams) •an dem früheren Könige begangenen Mord zur Regierung gelangtet!. Doch beißt es non Ierobeam. Bascha und Jchu ausdrücklich, es sei der deutlich kundgegebene Wille Gottes gewesen, daß sie den Thron bestiegen (l. Kön. 11, 31 ff׳, 16, 2; 19, 16; 2. Kön. 9, 3); Ierob. und Iehu sind sogar durch Propheten gesalbt. Simri war nur sieben Tage im ungestörten Besitze der Regierung und Schalum nur einen Monat (1. Kön. 16. 15 ff; 15, 13). Menachem aber hat, indem er Schalum verdrängte und tödtete, eben an keinen rechtmäßigen oder nur in seiner Macht befestigten König Hand angelegt. Wenn wir so nur zwischen den beiden letzten Königen des Reiches Israel zu wählen haben, möchte ich mich für Pekack entscheiden und in ihm den in unserem Kapitel gebrandniarkten König erkennen. Denn von Hoscheab ist es einmal nicht erwiesen, daß er ein Diener des früheren Königs oder sonst ein Sklave gewesen sei. Dann beißt eS von ihm, daß ״er nickt so viel Böses gethan habe als die Könige von Israel, die vor ihm gewesen" (2. Kön. 17, 2), Endlich war er auch nur sechs Jahre im wirklichen Besitze des Thrones, da nach dieser Zeit Salmanasser ihn gefangen nahm und die Belagerung Sckomrou's begann. ja selbst während dieser wenigen Jahre war er dem Könige von Assyrien zinspflichtig und die Selbstständigkeit des Reiches eigentlich vernichtet. — Von Pekach, dem Sobne Remaljahus hingegen wird zunächst berichtet, daß er, ״vormals ein Schulisch (Wa genkämpfer 1) של*יש bei den LXX rpfrmar^, ein Dreikämpser. ein Wagentämpfer. da die Streitwagen der Alten, wie Gesenins richtig erklärt, mit je drei Männern besetzt waren, von denen einer kämpfte, wahrend der zweite ihn mit dem Schilde deckte und der dritte die Rosse lenkte. Derjenige Schulisch nun. welcher mit dem Könige auf demselben Wagen kämpfte, hieß der Wagenkamper des Königs; er mag wohl auch sonst häufig ein Begleiter desselben ge׳ wesen sein und dadurch eine einflußreiche Stellung eingenommen baden, wie aus 2. Kön. 7. 2.!7 ersichtlich. Da aber zu diesem Amte nur persönliche Körperkrast und Tapferkeit erforderlich waren, so konnten und mußten häufig Niedriggeborene dazu gelangen, und der Wagenkämpfer des Königs stand wohl auch zu Diesem in einem durchaus erniedrigenden Verhältnisse. שלישים (Spr. 22, 20) find nicht, wie Gesenius meint, nadllia, sondern haltbare, feststehende Sätze, die ebenso unwiderleglich, wie wohlorganistne Wagenkämpser unbezwingbar sind. Auch Erod. 14. 7 sind die שלישים nicht, wie Jbn Esra meint, die Dritten im Range nach dem Könige, sondern ein» fach Wagenkämpfer, daher ib. 15, 4 nur die ..Erwählten" unter den שלישים hervorgehaben werden.