Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Ein exegetischer Versuch über Sprüche Sal. Kap.30 und Kap. 31, V.1-9
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 303 (sequence 3)
- Language
- German
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ffiiffenfdmftlidK Aufsätze. 31)3 Jofiflfcit in des Verfassers Excnrse über die צדיקים (•fabefiten, Fürsten, Tyrannen) eine würdige Parallele bat. Auf einzelne lln־ richrigkciten derselben foinmen wir später bei der speciellen C5־vflavun^ zurück. — Der nadssolgende in seinen Nrundzügen nur mcbr als drei Jahren niedergesd)riebene und damals nrebnren gelehrten Frelluden mirgetheiltc Versuch, der freilich auf der Voraussetzung beruht, daß der oft genannte נללך einen König und nicht einen . Hohenpriester bedeute, beginnt die Analyse des Kapitels nun! Ende, weil such dadurch die Physiognomie der Zeit, in welche es gebort, am deutlichsten herausstellt und bebt folgende Gesiditspunkte als maßgebend Kerner: B. 32, 33 ist non einer drlreh Intriguen imfc fol)lcd)tc Handltlngen bewirkten Selbsterhöhung und den damit verbundenen Gefahren die Rede. — V. 2!)—31 verspottet den äußeren Glanz der königlichen Majestät, wenn derselbe nicht im persönlichen Werthe des Herrschers seinen Grund bube. — V 21—28 oerausekaulidit an Zhiergleichnissen die Macht der Klugheit, durch welche auch'kleine,- gar n!d)t mächtige Völker ohne königliches Oberhaupt die inneren wie die äußeren Angelegenheiten aufs 2Kste besorgen, durch welche aber^andcrerseits auch ein unbedeurcudeS giftiges Tbier sich in Königspalästen eiuniste. — V. 21—23 erinnert au den unerträglichen Uebermurh der Niedrigen, welehc plötzlid) erhöht worden sind; des armen Kned)- US, welcher zur Königswürde gelangt ist imfr der gehaßten Sclavin. welcher ein Gatte und zugleid) die Stellung ihrer ehemaligen Herrin Au Theil geworden. — V. IS—20 schildert ebenfalls durd) Gleichnisse die wunderbare Schlauheit der Ehebrecher, die ihren sündhaften Verkehr jeder Beobachtung zu entziehen wissen. — V. 15—17 hebt die Unersättlichkeit des Ehrgeizes und der unkcuschen Begierde hervor, die beide wieder aus Ungehorsam gegen die erziehende»» Eltern entspringen. — V. 10—14 warnt davor, keinen Sklaven bei fernem Herrn anzuklagcn, weil seine Schmähung gefährlich werden könne in einer Zeit, die in stolzem Uebermuthe jede Rücksieht und auch die Ehrfurcht gegen die Eltern außer Acht lasse, die ungeachtet ihres Dünkels voll niedriger Laster und gewaltthätiger Ungerechtigkeit sei. — V. 7—9 erinnert an die Gefahren des Reichthums, der zu gottlosem Uebcnnnthc und der Armuth, die zu Diebstahl und Meineid verleite. — V. 1—6 endlich warnt vor dem sündhaften Uebermuthe einer eingebildeten Weltweisheit, welche durch eigene Hirngespinnste die bewährten Satzungen der überlieferten Gotteslehre meint verdrängen zu dürfen. —