Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Aristeas
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 283 (sequence 3)
- Language
- German
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AristeaS. 283 durch den Mund (N. Und so wird hierdurch (durch das Verbot des Genusses des Wiesels» angezeigt, das; jene Menschen unrein seien, die, was sie durch das Cl)t empfange» durch das Wort Andern;11111 Rachtbeile verkörpern; sie verunreinigen sich nicht nur mit einer leichten Unreinheit, sondern brandmarken sich mit einem tiefen Schandfleck. Darum bandelt (5uer König richtig, der, wie wir vernehmen, derartige Menschen bestraft. Du meinst die Angeber, sagte ich (Aristeasl, diese bestraft er mit schweren Strafen und mit Tod. ״Von diesen spreche ich sagte er. Sie wachen, nm Andere;11 verderben. Unser Gesetz aber bcsteblt weder durch Wort noch durch Thal gegen Jemanden Böses zu üben. Wir haben »11,t über diese Gegenstände gesprochen, um Dir zu zeigen, das; Alles in unseren Gesehen ans Gerechtigkeit hinziclt und das; die Schrift nichts obne Ursache oder aus besonderer Strenge vorgeschrieben babe, sondern damit wir in der Grinnerung an den mächtigen Gott durch die ganze Zeit unseres LebcnS gegen alle Menschen Gerechtigkeit üben. Was also über die unreinen Speisen und über die wilden Tbiere vorgeschrieben ist, zielt auf (Gerechtigkeit und einen gerechten Lebenswandel." Aristcas tbcill seinem Freunde PbilokrateS seinen Beifall über bas Bernomniene mit, und erzählt, wie er sich von Gleazar verabschiedete. Wir verlassen hiermit Palästina und was Aristeas daselbst gesehen und gehört haben will. Der andere Tbeil der Grzäbluug verseht uns nach Alerandrien und hat seine nächste und eigentlichc Beziehung zu der Weise, wie die lleberseizung der h. Bücher in das Griechische vorgenommeu wurde. Treten wir zwar hier noch mehr in das Gebiet der (rrfiudungeu, so bat die ihnen zu Grunde liegende Idee manches für das Religiousleben AlerandrienS nicht zu übersehende Moment, und so wollen wir in gedrängter Kürze den ferneren Worten des Aristeas folgen. ״Als wir in Alerandrien an laugten, berichtet Aristeas, begaben wir, ich und Andreas, uns sogleich an den Hof und überreichten dem König die Briese des Gleazar. Der König ließ sogleich Alle, die sich zur Audienz befanden, abtreten und die abgesandten Männer einladen. Dieses erregte großes Aufsehen, da Jene, die in eigenen Angelegenheiten kommen erst am fünften Tage, die Gesandten von Königen und Städten erst nach dreißig Tage» zur Audienz gelangen. Als die Männer mit den Geschenken und den verschiedenen Pergamenten, auf denen das 20*