Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 7
- Article
- [Die von Dr. R. Petermann ...]
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 275 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2829132-2829220-2829228-2855871--04318-2855921- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Notizen. 275 (Dorf), DZr Abbu Ammär (Trümmer), Chirbct el Amür (Dorf), Abu Ghosch, El-Kubäsch, Katannicb (Dorf). Söris, B«-t Mahsir. Jcschnch, Sara, Bät Sürln, L-ttrün. Amuäs, Iälu, Bot Nnba, Böt Likieh, Ain Dschifua (Quelle), Ed-Dschib und Jerusalem. Ich machte also zuerst einen Zug in südwestlicher Richtung, einen zweiten in östlicher, einen dritten in nördlicher, einen vierten in südlicher, einen fünften in nördlicher und einen sechste» in östlicher, dann südöstlicher Richtung. Auf diesen Zügen wurde ich mit dem Terrain mehr oder minder vertraut. Die gegen das Mittelmcer abfallende Seite des Kalkgebirges Juda ist durch Thäler und Schluchten mannigfaltig durchschnitten, die in der Regel einen westlichen, abep auch einen südwestlichen und nordwestlichen Verlauf nehmen. In der Bibel wird das Land in Berg und Ebene geschieden und das ist wohl die Hauptcharaktcrisirung. Indessen läßt sich ziemlich leicht ein Berg-, Hügelnnd Niedcr-Land unterscheiden. Nach der Bibel wurde das Hügelland zum Niederlande gezählt. Wo die Berge rauh, die Wände höher und steiler, die Thäler enge sind, da können wir das Berg- Land nicht verkennen, da werden nach und nach die Berggipfel niedriger und platter, gegen Abend hin erschaut man kein neues Vorrücken von Bergen mehr, die Thäler thnn sich mehr auf und bekleiden sich mit mehr Gewächsen — hier haben wir das Hügel- Land vor den Augen. —■ Wer möchte jetzt mehr die Ebene schildern? Glaube man übrigens keineswegs, daß cs zwischen den Bergen, ׳Hügeln und der Ebene eine regelmäßige gerade Abmarkung gebe.— Rur ein Beispiel: Zn der Gegend von Böt-Nuba und Bat-Likieh streicht das Hügelland bedeutend weiter gegen Morgen, als in jener von Lätrnn und Böt-Süsin. Wir betrachten jetzt die Wasscrgebicte, die alle dem Mittclmeerr sich zuwenden, und die ich mehr oder minder kennen lernte. — 1) Das Wassergebict des Audsche. Dieser Fluß, der nach zuverlässiger Nachricht selbst in der größten Trockenheit nicht versickert, ergießt sich nördlich von Iafa in's Meer. So weit ich Zeuge bin, erhält er das Wasser von Ed-Dschtb an. namentlich vom Wädi Solcimün. ferner von all' den Seitenthälern weiter südlich. ja bis Sara, er streicht nördlich von El-Kabä.b vorbei. — 2) Das Wassergebict des Rubin (Sarär) konnte ich etwas genauer untersuchen. Jerusalem, dem tobten Meere angehörend, ist diesem zweiten Massergebiete sehr nahe gerückt. Der Wadi Rubin beginnt mit einem nördlichen Arm unweit Bvt Hautnah und mit