Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 7
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 268 (sequence 5)
- Language
- German
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268 Necensionen und Anzeigen. in milderem Sinne entschieden, wogegen daselbst Bl. 25 i>. No.!6 nach einem au» dem Arabischen übersetzten Gutachten eine entgegengesetzte Meinung ausgesprochen ist. — No. 297, von R. Hai, über die mystische Bedeutung der 3. •ובכן im Neujahrsgebetc. — No. 299, von R. Scheschma Gaon (im 7. Jahrh. d. christl. Zeitr.) über den Gebrauch, am Tage vor dem Versöhnungsscste Hühner oder Widder (״wie Lies von reicben Leuten zu geschehen Pflege") als Sühne zu schlachten. — No. 330 von Sar Schalom über Targum; er habe von früheren Gelehrten vernommen שענין גדול עשה ה^׳ה באנקלוה הג־ על שנעשה התרגום על ידו• — No. 340 wird von R. Zcmach die mystische Bedeutung des Weidcn-Abschlagcns am Hoschana rabbah unter Hinweisung aus Jesai. 54, 4 7 erklärt. Auf die übrigen von Dav. Loria commenlirten Gutachten kommen wir weiter zurück. — Von gaonäischen Autoritäten kommen in der vorliegenden Sammlung außer den schon Genannten vor: Jehudai Gaon, Hiiai, Joseph Gaon, Paltoi, Matathia. Nachschon, Cohn Zedck, Moses Gaon, Amram, Saadia. auch deffen Sohn Dossa. übrigens R. Jizchak Abbethdin, Nachschon den Bcrechia, dann noch viele spätere Lehrer bis aus Nachmanides herab. Tie Sammlung scheint demnach frühestens im 14. Jahrhundert angelegt und glossirt worden zu sein״ wahrscheinlich im südlichen Frankreich. — No. 197 bestehet nur aus einer zur Deeiston No. 196 von Hai über •עובר לעשייתן beigefügten Glosse, worin auf eine Stelle im Buche Hamüor von R. Scrachia halcwi Tract. Pcssaschim (C. 1) und auf die bezügliche Entscheidung Maimonides' in Hilchoth Berachot (C. 1l) hingewiesen wird. Der ganze Passus ist aber ziemlich abrupt und schwerlich von Nachmanides, wie die Ucberschrist lautet. Dahingegen ist No. 203 weiter nichts als eine bezügliche Stelle aus dem Schaar Hagmul von RächmanideS (über das Verhältnis des himmlischen Gerichts am Neujahr zum jüngsten Gericht, vgl. das. ed. Ven. Bl. 89 c). Die am Schlüsse der vor« herigcn No. befindliche Angabe הרב ר' נישה ב״ן ז״ל muß daher zum folgenden Stücke gelesen werden. '— Bei diesem apokryphen Ursprünge der ganzen, sehr interpolirten Sammlung liegt eS am Tage, daß die aus mehreren angeblich gaonäischen Gutachten von David Loria her» geholten Beweise über das Alter des Sohar nicht stichhaltig sind. Gesetzt aber auch, jene Stellen wären wirklich nicht untergeschoben und wirklich aus der Zeit der letzten Geonim, so ist zu erwägen, daß es wohl Niemandem ernstlich einfallen kann, zu behaupten, das Buch Sohar sei, wie Athene dem Haupte des Zeus, so dem Haupte de» R. MoseS de Leon oder irgend eines Andern allein entsprungen.