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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 7 · p. Seite 249

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 7
Article
Aristeas
Date
1858-01-01
Page
Seite 249 (sequence 13)
Language
German
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IRI
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AristeaS. 249 streckt; von ihr ist jeder Ort erfüllt und nichts entgehet ihm was anch die Menschen im Geheimen thun, ihm ist Alles was Jemand unternimmt offenbar, und auch die Zukunft. Dieses eiiischärfcnd, brachte er uns die Ueberzcugung bei, daß wenn Jemand auch nur im Sinn Böses hegt, so bleibt cs der Gottheit nicht verborgen, geschweige wenn er Böses thut: die ganze Gesetzgebung spricht von der Macht Gottes. Dieses nun bildet die Grundlage: und cö wird daun gezeigt, daß die andern Menscheu außer uns wähnen, cs gebe viele Götter, und sie beten thörichterweise aus Stein und Holz verfertigte Bildsäulen an, und sie selbst sind mächtiger als die Gegenstände ihrer Anbetung! Sie sagen zwar dieses seien Bilder der Erfinder manches Nützlichen. Aber wie thöricht! Jene mußten erst einen Stoff haben aus dein sie das Nützliche bereiteten und zusaunnensctzten, den Stoff selbst konnten sie nicht hervorbringcn: sie vergöttern also ihresgleichen. Und eS gibt jetzt viele größere Erfinder und Lehrer dcö Nützlichen: warum werfen sie sich nicht vor diese» zur Anbetung IjiitV — Und die Griechen, die solche Mythe» aussaunen, werden für weise gehalten; was erst erzählen von Andcreu, den Egyptern und ihnen Aehnlichen, die todtcS und lebendigcS Lieh, Gewürm und Gewild anbetcn und ihnen opfern? Unser von Gott mit allumfassender Erkenntniß begabter Gesetzgeber umgab uns daher mit unübersteiglichen Schranken und mit eisernen Mauern, daß wir mit anderen Böllern nichts gemein haben, sondern, heilig an Leib und Seele, eitle Meinungen von unö weiscn und den einzigen Gott, dessen Macht sich über die ganze Welt erstreckt, anbeten. ,Die vorzüglichere» in tiefere Betrachtungen sich versenkenden Priester Egyptens nennen uns daher Gott angehvrcudc Menschen: eine Benennung die Jedem zukommt der den wahrhaften Gott verehrt. Da gibt es aber Menschen, die nur dem Essen und Trinken und der Bekleidung leben: hierauf ist ihr ganzes Streben gerichtet. Wir achten den sinnlichen Genuß für Nichts; die Beschäftigung unseres ganzen Lebens ist die Betrachtung Gottes und seiner Allmacht. Daiuit wir aber nicht mit Berwerstichcn zusammentrcten und uns Berwerfliches aneignen, hat er uns mit Neinhcitsgesetzcn hinsichtlich der Speisen und des Trankes und der Berührung, ja auch des Hörens und Sehens (!) umgeben; denn Alles hat hier seinen natürlichen Grund, wie auch die. Vorschriften über das zum Genuffe Verbotene und Gestattete, So will ich Dir Eines und

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