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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 6 · p. Seite 228

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 6
Article
Autorschaft, Abfassungszeit und Composition der Halachot Gedolot
Date
1858-01-01
Page
Seite 228 (sequence 12)
Language
German
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IRI
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228 Recensionen und Anzeigen. in Egypten, der gegen das Ende der gaoneischen Epoche (Ende des neunten oder Anfang des zehnten Jahrhunderts) lebte, sich in Palä« stina umgesehen und in Babylonien aufhielt, scheint den Karäern gegenüber, welche die Pflichten des IudenthumS in einer gewissen systematischen Ordnung unter dem Namen Scstr Ha-Mizwot zusammcngestcllt hatten (unter Andern Benjamin Nahawendi), ein ahn« licheS Werk vom rabbinischen Standpunkte aus beabsichtigt zu haben. Er zählt dabcr im Eingänge die 613 Pflichten, nach talmudischer Angabe spccisicircnd auf und bebt in der Einleitung die Wichtigkeit der Tradition hervor. Diese Pflichten, Mizwoth, faßte er in Rubriken zusammen und berücksichtigte nicht bloS die praktisch geltenden, sondern auck die außer Brauch gekommenen, wie Peah, Nazir, Hilchot Malkot. Meistens folgt er der Ordnung der Mascchtot. Seine Quellen waren die beiden Talmude, die Schcöltot deS R. Achat und die Deeisionen der Gaonim, die er unter der Formel פסק bei der betreffenden Talmudstcllc angebracht hat. Selbstständig scheint er nicht verfahren zu sein. — Uebrigens ist unser Text der H. G. sehr defeet. ES fehlen ganze Stellen, wie eine Vergleichung desselben mit dem Texte, den Raschi in PardeS eitirt, ergibt. (Vergl. H. ffi. 104 d ff. mit PardeS l>l d. ff. Recensionen und Anzeigen. Phönizischc ZkllLien. Von vr. M. A. Levy. Erstes und zweites Heft. < -Schluß.'» Weil bei dem Verfasser schätzenswert her Fleiß und Wissen wahrzu« nehmen sind, darum fühlen wir uns veranlaßt. Obiges hcrvorzuheben und zugleich unser Bedauern auszudrücken, daß er sich nicht von jenen lächerlichen Bestrebungen maitchcr neueren jüd. Autoren fern hält, die die vertretencn Kinderschudc des Rationalismus des 18. Zahrh. wieder anziehen und mit einer Oberflächlichkeit und Frivolität an die Kritik der h. Schrift gehen, der man auf keinem sonstigen Gebiete der Philologie begegnet. Man muß sich gestehen, daß solches Gebühren geeignet ist. die Juden um den letzten Rest der Achtung von Seiten christl. Gelehrten zu bringen; doch ist die Tendenz zu durchsichtlich, als baß man nicht auch hoffen dürfte, es

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