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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 6 · p. Seite 218

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 6
Article
Autorschaft, Abfassungszeit und Composition der Halachot Gedolot
Date
1858-01-01
Page
Seite 218 (sequence 2)
Language
German
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218 Wissenschaftliche Aufsätze. Esra, Abraham Jbn-Daud. Serachsa Halevi, der Verfasser des Jttur. und überhaupt die spanische Schule, die Haiachot Gedolot einem Rabbi Simon aus Kaira; Raschi, Raschbam, R. Tam und die französische Schule dagegen schreiben sie R. Jehuda'r Gaon zu. Andere sind schwankend und sprechen bald von R. Jehudai, bald von Rabbi Simon als deren Verfasser.') Herr Vr. Zunz will diese Differenz durch di« Vermittelung ausgleichcn, daß, möglicher Weise ״Jehudai' der Veranstalter, Simon aber der Verfasser gewesen sei" (Zeitschrift 299). Diese Ausgleichung widerlegte Simson B!och durch die Bemerkung, daß, nach Zbn-Daud's Angabe, Simon Kair! Jehudai's Vorgänger gewesen, ss. indessen Raschi Note 24, Seite 5 2 b). Herr Rappoport stellte dagegen eine andere Ausgleichung aus. Allerdings habe Simon Kaira. Vers. d. H. G. vor R. Jehudai gelebt, aber des letzten! Jünger, namentlich der Gaon Hanina'i, hätten aus ihres Lehrers Sammelwerke Halachoth Pesukot (oder Ketuo't) Zusätze zu den H. Gedolot angebracht. Dergleichen Zusätze und Interpolationen seien noch viel später, sogar nach Alfasi's Zeit 1 2) hinzugekommen, und aus diesem Grunde hätten die Einen die Halachot für ein Werk Simon'S gelialten, die Andern es R. Jehudai zugeschricbcn. Herr Rappoport giebt sogar ein Kriterion an die Hand, wodurch die zwei verschiedenen Bestandthcile, nämlich die echten Halachot des S. Kaira, und die Zusätze aus R Jehudai's Werke, ermittelt werden könnten. Die Ersterc» seien hebräisch gehalten, weil der Verfasser, in Egyp« ten in der Nähe Zudäa's geboren, Gewandtheit im hebräischen Ausdrucke gehabt, die Letzteren dagegen, von babylonischen Autoritäten dcrrührcnd, hätten ein chaldäisches Colorit (Keren! Lhemed, Jahrg. Vl. p. 236 ff ). Gegen diese gekünstelte Ausgleichung hat Herr Luzzato mehrere treffende Einwürfe gemacht. Unter andern die, daß die im Machsor Vitry enthaltenen zahlreichen Auszüge aus R. Jebudai's H. Kezubot durchweg eine hebräische Fassung haben, ferner daß grade diese, R. Jehuda! beigelegtcn Halachot sich nicht in den Halachot Gedolot finden (Bcth Ha-bzar S. 52 ff.). Im Ganzen ist . es aber mißlich die Composition eines Werkes durch absichtlich« In« 1) Dcrgleickc übe! den Wirrwar in Betreff der Autorschaft der Halachot Gedolot: Malcachi Lohen (Jad Maleachi Ed. Berlin p. 122) wo das pro und contra vollständig zusammengestellt ist. 2) Tie Stell« wo Alsasi Vorkommen soll: «sw! .וסר רב־פיאס הנין הור הארץ ועי הסחיה וכן הרכה Sy (9 c) kennzeichnet sich vielmehr als «ine Corruptel, Niemand schrieb bh>b für •אי פאס, noch weniger legt« man Alsasi dir nur babylonischen Gaonim eigene Titulatur: סר רב bei.

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