Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Geschichte der Juden im Trier'schen
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 179 (sequence 1)
- Language
- German
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Die Geschichte der Juden im Trier'schen. 179 Die Geschichte der Inden im Trier'schen. Nack den Quelle» von Di•• (imanu'cl Hecht, Seiner. Obgleich mit Grund anzunchmcn ist, daß die Juden mit deü römischen Co barten nach Deutschland gekommen und sich an jenen Orten niedergelassen haben, wo die Römer Städte anlcgten, wo Bischofssitze, Verkehr und Handel waren, wenn demgemäß die römische und bischöfliche Stadt Trier früher jüdische Einwohner in ihrer Mitte gehabt haben mag, in der Tbat BaSnage in Hist. Jnd. L. VI. 6, 7. Juden schon zur Zeit des Kaisers Hadrian zu Trier und Köln finden will: so sind doch zuverlässige Nachrichten von der ersten Niederlassung und den ersten Schicksalen der Inden im Trier'schen nicht aus uns gekommen.' Die erste Kunde über die Juden datirt aus dem Jahre 1066. Aus dieser Zeit werden wir von einen» BekebrnngSversuche des Erzbischofs Eberbard benachrichtigt. Eberhard forderte nämlich die Juden auf, bis längstens zum nächsten Osterfeste Christen zu werden, widrigenfalls würden sie ans der Stadt verwiesen'). Einige der Inden, so berichten die Gesta Trevironun, verfertigten darauf ein Wachsbild, das dem Bischof ähnlich war, und schickten, nachdem sic unter sich eine Versammlung gehalten hatten, wie sie die bevorstehende Gefahr abwende» könnten, nach einem gewissen Rabbi MoyseS zu WormS, der als ein übelhandelnder, ,,incantator״ (Zauberer), und als der größte NckromantienS seiner Zeit bekannt war *), mit dem E^rsuchen, nach Trier zu kommen. Die Chronik erzählt weiter/ daß daS Wachsbild hierauf zwischen Leuchter gestellt worden und esu christlicher Kleriker von dem Ceonobium des heiligen Panlinins mit Geld bestochen worden, daS Bild zu taufen. ^Dieses zündeten sie selbst, am Sabbath um ebendie Zeit an, als der Bischof schon zur Feier der Taufe schreiteii wollte. Kaum-sei die Hälfte des Bildes verzehrt, worden, da sei der Bischof-, indem er den Pflichten seines Berufes sich widmen wollte , ans ׳einmal so schwach geworden, Laß ihn i) Gesta Trcviroruin, Vol. I., p. 154. Ob Eberhard, der mir der Ausweisung drohen konnte, das Aufnahmsrecht als Regalie von einem deutscheu Kaiser erhalten, ober ob um diese Zeit noch gar keine Uebertragung dieses Rechtvon Seiten eines'Kaisers stattfand, ist mir unbekannt. . 2)* TfVilh; Chr. Hfct. T* I. p 230. ר , Srantel, Monats schrist. VII. 13