Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 160 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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160 Recensionen und Anzeigen, bieten kann, ein weiter Spielraum geöffnet, und sie wird, geht sie an der Hand gründlichen Wissens und ForschenS. gern willkommen geheißen, sseigen auch hier und da manche Zweifel gegen ihre Ne« sultate auf. Lassen fich-doch überhaupt auf dem Sprachgebiet« der frühesten Culturvölker Vordcrasiens nur Vcrmuthungen anstellen; so lange sie nicht, wie die versuchten Lösungen assyrischer Inschriften (über die wir in einem der nächsten Hefte berichten werden), an das Gebiet der Unwahrschcinlichkeit streifen, dürfen in ihnen mehr oder minder berechtigte Beiträge zu einer einstigen, auf sicherer Grund« läge beruhenden Entzifferung erblickt werden. — Der Hr. Verfasser in der Ucbcrschrist genannten Studien arbeitet rüstig aus dem Gebiet« der morgcnländischen, zumeist phönizischen Alterthumskunde und Pa» läographie. In seinen Schriften tritt Wissen mit Durchdringung des Stoffes hervor-, mag auch Manches mitunter der Wahrheit fern liegen, so ist zu bedenken, daß überhaupt in diesem Bereiche ״nur Wahrheit" und ״nichts als Wahrheit" nicht zu finden ist. Das erste Heft enthält: ״Erklärung der großen sidonischen und anderer phönizischen Inschriften. Die ältesten Formen des phönizischen Alphabets und das Princip der Schristbildung." (Deigefügt sind drei Tafeln.) Die sidonische Inschrift wurde in dieser MonatSschrift Jahrg. 1856 nach Munk's Essai sur l’Inscription Ph^nici4nne, die Ref. mit mehreren Bemerkungen begleitete, gegeben) Hr. Levy kannte noch nicht Munk's Arbeit, ihm lagen nur die von Hitzig. Ewald u. A. vor; und daß seine Erklärung richtiger sei als die dieser Vorgänger, di« theils auf falscher Abschrift, theils auf haltlosen Hypothesen ruhet, wird jeder Unbefangene zugeben. Auch hat der Verf. das Verdienst, manche Beiträge zur Lösung einiger, anderen wissenschaftlichen Kreisen angehörenden Fragen geliefert zu haben. Als gelungen betrachten wir die Entzifferung der Worte 3 ,אשבננבתלאשם• ber Inschrift (Monatsschrift S. 453) in: אשר בנינו כיח לאשים, und dieses אשים zu 2 אשימא Kön. 17, 30 bezogen. Der Derf. gibt S. 28 auch Aufschluß über die Stelle in Synhcdr. 63, nach der dieses אשיסא gleichbedeutend mit ברחא קרחא ist, ferner z. Aboda Sara 3, 2 wo אשימא durch אסרא erklärt wird. Nach Servius aä Acn. 4, 196 hat im Lybischen Isawmon die Bedeutung Widder. (Die Steve bei ServiuS lautet: Aut sEty» mologie für Jupiter Ammonj quia Lybiae Isammone [Libici Ammonem] arietem appellant. Das Ganze ist jedoch in Klan,- mern eingeschlossen. (vgl. Comment. in Virgil, Serv. etL A. Lion) un& befindet sich nicht in den meisten Codd., welches der Verfasser