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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 3 · p. Seite 111

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension] / J.
Date
1858-01-01
Page
Seite 111 (sequence 6)
Language
German
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IRI
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Nekrolog. 111 niujfii, wenn wir in Betreff der Einzclnheiten wir des Weges, auf welchem die Resultate gewonnen werden, den Leser an den Anssah selbst verweisen. I- ׳ Nekrolog. Es gibt Menseln׳», deren Bestimmung ans Erden m sein scheint, dem Rubine der Welt entsagend, nur in und für einen beschränktere» Kreis von Mitmenschen zu wirken, und unter diesen und Segen zu verbreiten. Ihr Leben ist rastlose Tbätigkcit, ihr Rubin Bcsiüciden!,eit, ihr Lohn dauernde Anerkennung der Nachwelt. — Zu diesen Männern gekört der unlängst verstorbene Rabbiner der israelitischen Gemeinde zu Stockbolni, l>r. j,11il. V. Selig in a n n. Geboren in Baiern am Anfänge dieses Jahrhunderts und selivn frühzeitig seine!» künftigen Berufe bestimmt, rüstete er sich bald mit einer gründlichen Kenntnis! des Talmud und der jüdischen Literatur ans, ,vorauf er nach zurückgelegten Gymnasialstudien die Universität zu Glesien bezog. woselbst er die philosophische Doetorwürde erwarb. Unr diese Zeit erging an ihn der Ruf, die Nabbinerstclle in Stoülwlm cinznnclnncn; er folgte diesem Ruse: Schwede» wttrde nun sein innigst geliebtes Vaterland, seine Gemeinde der Zentral- und Gipfelpunkt seiner ununterbrochenen Thätigkeit und der liebevollsten Hingebung. 2» ihr wirkte er durch ein Vierre>jal,rhuntcrt nach verschiedenen Richtungen auf Hebung dcs GcmeindewesenS, des Gottesdienstes und deS'Iugeudunterrichts. Beseelt von wahrhaft religiösem Eifer, durchglüht von inniger GlaubeuSwärmc und der aufopferndsten Berufstreue, suchte er im Gefühle der Redlichkeit seiner Absiel,len stets mit unermüdlicher Thätigkeit und Ausdauer seiner Genieinde dieselbe echt rcligwse Gesinnung beizubringeu. Doch verleiteten ihn nie seine Ansichten zu einer einseitigen Härte, die sich schroff gegen alle berechtigten Forderungen der Zeit sträubt. Er hörte und lernte überall, erwog und prüfte jede Meinung, so daß dieses, im Verein mit seinem edel», biedern Charakter, auch denjenigen, die seine Ueberzeugung nicht theiilcn, die gröstc Achtung für sein Walten emflösite. So hat er denn in seiner Gemeinde einen schönen Grund zum srisch ausblühcndeii, wahrhaft jüdischen Leben gelegt. Durch ihn wurde zuerst die ordentliche Predigt, anfangs in deutscher, später in schwe׳ bischer Sprache, sowie die Zugend-Confirmation am Schebuoth-Feste

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