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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1858-01-01 · Heft 2 · p. Seite 48

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 2
Article
Zur Geschichte der Juden in Worms
Date
1858-01-01
Page
Seite 48 (sequence 12)
Language
German
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48 Zur Geschichte der Juden in Worms, keiner von handwvrksgcstntcl Innein laufen, noch etwas stehlen könnte 2). Nachweiler ist durch notariell die Judengaß von hauß zu hauß zu inventiren angcsaugen, und derer Juden guter in die führnehmste Gemächer der Juden in Verwahrung gebracht worden 3 4 5). Inzwischen wurde täglich mit abbrechung der Judenschule und auSbebung') der Juden grabsteine fortgefahreu. Es wurde aber den der Inventur unzählige Handschriften gefunden über die ihnen von Christen gelehnte Gelder (soll wohl heißen entlehnten Gelder). 21) Bcy diesem zustand hat der rath von Cburpfaltz eine Hilfe von 1OOO Manu verlangt, die auch an gekommen Ä), und zwar auf solche weise, daß sie den 24. April an einem Montag eiulrafen, während dann die Burger mit inventirnng derer Juden guter beschäftigt waren. Nun ist zwar doch der Burgerschaft der aninarsch der Trouppen nicht ganz verborge» gewesen, sondern sie liefen abends vorher» den Ausschuß zusammen kommen und schickten 2 Zunftmeister zu dem regirenden Städemeister, Hru. I'li. Gelier mitvermelden, die gcsammtc Bürgerschaft habe vernommen, daß Cl'urpfali) willens sey mit einer großen anzabl Volks vor die stade zu ziehen, begehrte also zu vernehmen von Hrn. Städemeister, was Cburpsaltz zu solchem Boruehmen bcwegte: worauf Hr. Städemeister mit aushebnng seiner rechten Hand betbcuret, daß er das geringste nicht hiervon wisse: solche Nachricht haben die Zunftmeister darauf auf der Bäckerzuuftstube versammelten Ausschuß zu wissen gethan, darauf die nacht über aus allen Thürmen fleißig wacht gehalten worden, um zu sehen, wo eS hinaus wolle. 22) Nachts um 1 Nbr als den 25. April kamen die pfältzi- 2) Was aber glcichwobl geschaü, und die Plünderung im großartigen Maßstabe stattfand. Wäbrend unser Autor die Synagoge von der Bürgerschaft zerstören laßt, überlaßt der um die Wabrbeit wenig besorgte Scbudt (1. c. S. -US) den Vandalismus dein ״allerley Gesindlein": die Plünderung wird von Mase Nisim erwälmt. 3> Nach Mase Nisim wurden die Güter in das Haus des Kazin Löser Jnspruk gebracht. 4) Schudt (1. c ): ״Nicht viel besser ging es auch auf dem Kirchhofs, allda, die Grabstein mebrentheils umgeworsen und zerschlagen wurden, bis die einbrechende Nacht den Tumult etwas stillere." Bei dieser Friedhofzerstörung soll ein Grabstein gesunden worden sein, der damals!500 Jahre alt war ls. Naphschot Zadikim S. 3, Anmerk.). 5) Nach Sckudt kamen 3000 M. au.

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