Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 12
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 471 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Recenfiouen und Anzeigen. 471 in Eichhorn's allgemeiner Bibliothek der biblischen Literatur, HI. Bd., einige Auszüge, und Wetzstein veröffentlichte im Literaturblatte des Orients (1842, S. 22 ff.) den arabischen Text der Einleitung nebst einer deutschen Ucbcrsehung. Jehuda ben Korcisch eifert in diesem Sendschreiben gegen die zu seiner Zeit eingetretene Vernachlässigung des Targumstudiums und sucht mit großer Ausführlichkeit den Nachweis zu liefern, daß das Verfländniß der Bibel ohne Hinzuziehung der mit dem Hebräischen verwandten semitischen Idiome nicht möglich sei. Zu diesem Behufe stellt er in seinem drei Abschnitte umfassenden Sendschreiben nach alphabetischer Ordnung zuerst diejenigen biblischen Ausdrücke zusammen, welche nur mit Hülse der Targum- und Mischnasprache erklärt werden können (1. und 2. Abschnitt), und sammelt in der dritten Abtheilung mit einer, nach unseren. Begriffen an's Kleinliche streisenden Sorgfalt, alle hebräischen Wurzel!:, Wortformen, Prä- und Sufsixa, welche das Arabische in analoger Weise aufzcigt. Wir verdanken dieser Arbeit des Verfassers, durch deren Herausgabe sich die Editoren ein wirkliches' Verdienst erworben haben, viele treffliche Bemerkungen über das gegenseitige Verhältniß der drei Schwestersprachen und manchen interessanten Beitrag zur Erklärung der heiligen Schrift. Die grammatischen Kenntnisse Jehuda's sind für sein Jahrhundert als sehr bedeutend anzuerkennen. Er kennt nicht nur sehr genau die Targumim (Onkelos und Jonathan b. Usiel zu den Propheten) und die talmudischen Werke, sondern auch den Koran und die arabischen Dichter, aus denen er zur Vergleichung Stellen anführt (S. 80, 81, 82). Die meisten seiner Ableitungen zeugen von gesundem Sinn und feinem grammatischen Tact. In vielen Fällen läßt er sich von seiner.Sucht, die Bibel mit fremden Ausdrücken zu bevölkern, zu weit führen und stellt Behauptungen aus, die nach den Prineipien einer fortgeschrittenen Grammatik nicht stichhaltig sind. In jedem Falle ist das Sendschreiben ein wichtiger Beitrag zur hebräischen Grammatik und Lexicographic, und cS ist zu bedauern, daß uns dasselbe durch die Ungunst der Zeit nur unvollständig erhalten wurde (so bricht z. B. die erste Abthciiung mit dem Buchstaben כ ab und beginnt erst wieder mit dem Schlüsse des Buchstaben n). Dem Werke geht eine mit echt orientalischer Ueberschwenglichkeit geschriebene arabische Vorrede des Prof. Barges, und eine von Goldberg hebräisch abgefaßte Biographie des Jehuda ben Koreisä) voran, in welcher derselbe eine in nächster Zukunft zu gewärtigende Edition des ס' השרשים von R. Jona Jbn Gannach 36 *