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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 10 · p. Seite 384

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 10
Article
Die Chronologie der gaonäischen Epoche von Beginn des zweiten Jahrtausend der seleucidischen Aera (689 der übl. Zeitr.) bis Saadja
Date
1857-01-01
Page
Seite 384 (sequence 4)
Language
German
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384 Wissenschaftliche Aussätze. wie Hr. Rapoport nachgewiesen hat (Kerem Chemed IV. S. 240 ff.). Dieser Gelehrte identificirt zwar Achunai und Chaninai (I. a.); allein sicherlich nur weil ihm damals der Goldberg'sche Text noch unbekannt war. Es ist nicht glaublich, daß sämmtliche Quellen hartnäckig einen mit Namen Achunai durchaus unter Chaninai citiren sollten. Halachot Gedolot haben sogar auch den Namen des Gaon Achunai erhalten: ואיח דאמרי משום מר אהינאי (.1 אחונאי) לקח שפחה וולדה עטה וה הוא מקנת כסף (vgl. Milan Ende). Ganz ohne Zweifel ist der Constant. Text hier verdorben worden durch das öfioioTsfevvov כהנא בר מר, das Beiden zukommt. Der Goldberg'sche Text hat hier das Richtige im Namen; in den Zahlen dagegen ist die von zwei Recensionen gegen eine erhaltene Zahl 5 vorzuziehen. Zu 13. Bei diesem Gaon ist weiter nichts zu bemerken, als daß die spätem Editionen des Jochasin (Krakauer und Amsterdamer) ihn nachlässiger Weise ausgelassen haben, aber die editio princeps und die Goldberg'sche Recension (auch Rabd) haben ihn mit 14 Iahren. Aus diesem Grunde sah sich Hr. Rapoport veranlaßt, seine ftühereu gaonäisch-chronologischen Berechnungen um 14 Jahre zu corrigiren. llebrigens citirt Raschi (Pardes 28 a) diesen Gaon Jakob ben Mordechai: יעקב כה גא בר מרדכי ריש מתיבתא רמתא מחמיא מהודעין אנחנא ל׳כון משום שאילתא. Von ihm rührt die Entscheidüng her, daß ein Vater auch seinen Töchtern testamentarisch gleich den Söhnen einen Erbantheil hinterlassen darf (Schaare Zedek IV. 3. No. 35). Zu 15. Trotzdem daß beide Recensionen die Leseart צדיק haben und Abraham b. David gar יצחק las, halte ich צדוק für richtiger. Denn in den rechtgutachtlichen Schriften, wo die Geonim citirt werden, kommt meines Wissens weder ein Zaddik, noch ein Isaak vor, wohl aber häufig Zadok Gaon. In den Schaare Zedek (IV. 1. Nr.) tradirt R. Zemach eine Entscheidung von R. Zadok Gaon. .מעשה באחד שהפיל שנו של חברו ונדוהו מר רב צדוק גאו(-ומנהו שהנהיג אדונו מר רב צדוק ו״ל כך אנו נוהגין . Eben so citirt ihn R. Amram (in Schibole haleket 17 b.): אבל קמאי כגון מר ר' יוסף גאו;׳ ומר ר' אבא (.1 בר מר ר' אבא) ומר רב צדוק ז״ל דטתא מחמיא סבירה להו דהבדלה על הפח. Er wird auch von Raschi citirt (in Pardes S. 26a): והכין פירש מר רב צדוק גאון משומד אינו יורש את אביו. Da die beiden Recensionen des Scherira'schen Textes diesem Gaon 2 Jahre geben, so gebührt dieser Zahl der Vorzug vor Rabd's Leseart י״ב, wo das י als von dem vorangehenden Worte ובעי herübergezogen zu betrachten ist. — Gelegentlich sei hier erwähnt, wer der

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