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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 9 · p. Seite 337

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 9
Article
Die Chronologie der gaonäischen Epoche vom Beginn des zweiten Jahrtausend der seleucidischen Aera (689 der übl. Zeitr.) bis Saadja
Date
1857-01-01
Page
Seite 337 (sequence 2)
Language
German
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Wissenschaftliche Aufsätze. 337 Sendschreibens, Samuel Schalum, den Text desselben überliefert (Consta ntinopel 1566 — 70). Um die Konfusion noch größer zu machen, hat Abraham b. David, sonst ein nicht 'minder zuverlässiger Chronograph als Scherira, von einer fehlerhaften Copie verleitet, sonderbarerweise manche suranische Gaonim als pumbaditanische st vice versa hingestellt und folglich die ihnen zugehörigen chronologischen Zahlen ebenfalls confundirt. Dadurch war das Correctiv,, welches Abraham b. David's Copie zur diorthotischen Wiedcrherstellung der richtigen Zahlen hätte an die Hand gehen können, illusorisch geworden. An ein synchronistisches Gegenüberstellen der snranischen Gaonim mit den ihnen correspondirenden pumbaditanischen war nicht zu denken. Hr. Rapoport versuchte zuerst in seinen berühmten Biographien mit vielem Scharfsinn den chronologischen Knäuel zu entwirren. Allein von der Schalum'schen Rccension allein geleitet und ohne Hülse von den Secundärqucllen konnte ihm die schwere Aufgabe nicht ganz gelingen, den gaonäischen Synchronismus wiederherzustellen. Der wahrheitsliebende Gelehrte gestand selbst (in «inein Nachtrage zu den Biographien und in der Einleitung zu der Cassel'schen Ausgabe der gaonäischen Response») .ganz sreimüthig, daß er sich um 14 Jahre geirrt, eine Verrechnung, die beträchtlich wiegt, wenn man bedenkt, daß es zur Fixlrung des Synchronismus (wodurch das Verständniß der gaonäischen Geschichtsepoche erst ermöglicht wird) sogar auf zwei Jahre viel ankommt. Denn von den 30 snranischen Geonim, deren Chronologie eben corrigirt werden soll, haben nur sechs über 10 Jahre, mehr als zehn dagegen die kurze Spanne von nur 2—7 Jahren fungirt. Später ist zwar eine neue Copie des Scheriraischen Sendschreibens aufgefunden und von Goldberg herausgegeben worden (in der Sammlung Chofes Matmonim, Berlin 1845), welche manches Zweifelhaft« an der Schalum- Den Recension aufklärt, im Ganzen aber auch nicht fehlerfrei ist (wie Hr. Rapoport es richtig beurtheilt hat). Wollte man bei diesen beiden Recensionen stehen bleiben, so kommt man nicht weiter und man müßte mit Hrn. 1)1\ Fürst (Orient, Lit.-Blatt, Jahrg. 1848, S. 6 ff.) an der Lösung dieser chronologischen Schwierigkeit verzweifeln. Indessen bieten sich ,loch einige Data, wodurch die. Correetur der Zahlen und die Wiederherstellung des Synchronismus möglich wird. Zu den beiden Recensionen, der Schalum'schen und Goldberg'- scheu (abbrev. R. S. und R. G.), die einander berichtigen, muß man auch Abraham b. David's Angaben herzuziehen, freilich nmtati8 mutandis. Seine Data sind um so gewichtiger, als er nach der Frankel, Monatsschrift. VI. g. 26

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