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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 8 · p. Seite 304

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 8
Article
Die Niederlande und das holländische Leben
Date
1857-01-01
Page
Seite 304 (sequence 20)
Language
German
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304 Die Niederlande und das holländische Leben. große Werkstätte der Diamantschneiderei besitzt. 2) Dieser Industriezweig, welcher sich zuerst in Gent entfaltete, beschäftigt in Holland eine beträchtliche Zahl Arbeiter, von denen die meisten Juden sind. Die in den letzten Jahren gemachten Versuche, die Diamantschneiderei nach Paris und London zu verpflanzen, sind gescheitert. Diese Arbeit erheischt aber auch in der That Studien und besondere Geschicklichkeit. Wenn die Steine in die Diamant- Niederlagen Amsterdams kommen, so hält man, was zum Zerschneiden, Zerspalten, Zerhauen geeignet ist, zurück, der Rest wird haufenweise verkauft, um daraus kleinere ״Rosen" zu verfertigen. .Die Rose wird vorzüglich zu Antwerpen sabricirt. Eine große .,Schwierigkeit des Studiums besteht darin, beim Anblick des ,rohen Diamants zu urtheilen , was er in der Hand des Arbeissers werden wird. Der Stein ist nämlich ursprünglich mst einer mehr oder minder runzeligen Oberfläche bedeckt, welche die eigent- »Me Farbe und die, Qualität des Wassers verbirgt. Es gibt zwar gewisse Regeln, aber diese Regeln beruhen bei weitem nicht M einem unveränderlichen Prineip. Der Diamant macht oft Djrch die nicht erwarteten Umsormungeu der Arbeiter, der ihn Mreidet, irre; manche gelbe nnd braune Diamanten verlieren ursprüngliche, Farbe in der Arbeit, andere, im Gegentheil MMen von Heller zur braunen Farbe über. Diese Ver- H^idlunzen nmß man vorher erkennen, wenn man sich nicht un- M^Meren Verlusten,, aussetzen will. Eine solche Kenutniß ver- MM eine große Sicherheit ,des, Blickes ,und in gewisser Hinsicht EMeUeberlieserungen. Dieses kann man nicht erwerben: es M״ein natürlicher, Jnstinct, man muß-, wie die Leiter der Werk- MM, sagen, ״in der Sache geboren Din.";jKütean Amsterdam sich den Diamantschnitt gebildete. Ge- MMst besitzt allein,drei Werkstätten, in welchen sechshundert Alrbesser beschäftigt ,sind, ohne die Gehilfen: und .Lehrlinge, zu zMM. . Die Höhe-,desgeschnittenen Materials variirt nach den MNWlsten,rohen Diamanten; man, ,kann jedoch die Höhe aus H.0M0 Karat jährlich veranschlagen, welches einen Werth von zeh,H Millionen,,,Franken, .macht. Die Natur׳, der ,Arbeit, trennt di,e,Arheiter-,in zwei,Kategorien,, in Schneider und״,Schleifer. UM!i■ - ׳'׳ - ׳:, י,,׳;!■:' v ׳. ׳. , ..־׳: Jü) DH regelrechte Diamantschneiderei, bemerkt Herr E., datirt wie be- Miiük W^-vom Je 4475, Ein junger Mann - ans Brügge. Ludwig von Mrghtllvnivar der Entdecker. ,-,!י,';,: ,!!!!!!,׳

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