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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 7 · p. Seite 246

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 7
Article
Zur Geschichte der Juden in Danzig
Date
1857-01-01
Page
Seite 246 (sequence 6)
Language
German
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246 Zur Geschichte der Juden in Danzig. den, imgleichen von denen Fahrzeugen, womit gedachte Juden sich ttansportirt haben, falls es sollte verlangt werden ganz umstündliche Nachrichten zu geben ein Leichtes sein dürste: so wissen sie doch nicht, ob unter andern die in der Breitgaffe bei dem Knopfmacher Daniel Schulz bis vorgestrigen Tages mit 8 Kindern sich aufgehaltenen Frau des kleinen Moses, welche ihren Mann vom Königsbergischm Markt bei sich erwartet und mit unterschiedenen Kanfmannswaaren Handlung getrieben, nicht unter die Zahl derer Juden zu rechnen sey, oder was für Mittel selbiger auszuftnden gewußt, daß sie bei zwiefacher und zwar ganz genauer Jnguisttion nicht entdeckt werden möge. Was aber wegen Einlaffnna derer Juden, welche von fernen Orten als Kaufleute anher kommen angeführt worden, solches können Sämbtl- Wer so viele weniger zusammenbringen, je unbekannter es Ihnen ist, daß E. Hochw. Rath von der Dritten Ordnung jemals sollte ersucht sein, dergleichen Leute, welche ihre Waaren, allhier zu verkaufen und andere zu erhandeln, sich aus eine kurze Zeit einsinden die Einlassung zu verweigern, vielmehr haben Sie in Absicht auf dieselben dem H. prüsicionten ein jährliches Gratial zufließen lassen, welche Freiheit aber gar nicht auf die von Jahr zu Jahr mit ihren Familien allhier sich anshaltenden Juden mag extendiri werden^ gls durch deren Tolerirung der. nahrloscn Bürgerschaft Nur gar zu nahe getreten wird- Uebrigens ist zu wünschen, daß sowie dieses lose Gesindel aus der Stadt weggewiesen worden, solches auch in,Deco Gebiete, dahin es sich gutten Theils rettirirt haben soll nicht geduldet, sondern mit denen, welche daselbst noch bei verschiedenen Einwohnern, .nicht aber in der Temnitz ihr Quartier haben, fördersamst fortgeschafft werden möge. Wie denn Sämbtliche 99er nicht zweifeln, daß da nunmehr ein rühmlicher Anfang zu diesem Gott und Menschen gefälligen Werke ist gemacht worden E. Hochw. Naht auch vor die fernere Continuation hochgeneigt zu sorgen werden geruhen wollen." Ob nun mit oder ohne Genehmigung des Raths, kann nicht ermittelt werden, genug, im Jahre 1723 nimmt , der 99er das ״Gott und Menschen gefällige Werk" selber ernstlich in die Hand, er hetzt den Pöbel auf, welcher die in Petershagen, Ohra und auf dem Stadtgebiet wohnenden Juden überfällt und über das Gebiet des Freistaates hinaustreibt: Jüdische Quellen haben sich Nicht über diesen Act der Gewaltthätigkeit erhalten, der christliche Berichterstatter bemerkt hierzu, daß dies zur Hebung des Danziger

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