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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 7 · p. Seite 244

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 7
Article
Zur Geschichte der Juden in Danzig
Date
1857-01-01
Page
Seite 244 (sequence 4)
Language
German
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244 Zur Geschichte der Juden,in Danzig. aber hierin desto sicherer zum Zwecke zu gelangen, so ist der 99er der Meinung, es müsse den Bürgern p. Edict bekannt gemacht werden, daß wer einem Juden eine Stube vermiethet zum ersten Male mit 20 Fl., zu in zweiten Male doppelt so viel, und zum dritten Male ein Bürger mit Verlust des Bürgerrechts, ein Nichtbürger durch Ausweisung gestraft werden." Alle diese ״Einbringen" scheint der Rath ruhig ad acta gelegt zu haben. Da suchten die 99er ihm ernstlich bange zu machen. In einem Einbringen desselben vom 25. Jan. 1719 heißt es: ״Wann dem Verlaute nach Ihre Hochw. d. H. Bischof von Eujavien mit ehestens sich hier einstnden dürften und aber wegen derer, fowoll in der Stadt als auf derselben Gebiete bishero von Zeit zu Zeit tolerirten Juden billig zu befürchten steht, daß diese gute Stadt Hierdurch in neue Verdrießlichkeiten gerathen könnte, zumehr da derselben Numerus und Handthierung fast bekannt sind, wie davon die hierbei gehende Liste eine deutliche Anweisung geben kann, wollen E. Hochw. Rath Sämbtliche 99er auf's inständigste gebeten haben, in dieser so, gefährlichen Sache auf eine Wandelung bedacht zu sein. Wie dann sämbtl. 99er sich hiermit feierlichst präcaviren, daß sie an allen denen unglückseligen Suiten, so hieraus leichtlich erfolgen können, keinesweges Theil nehmen, sondern solches der Verantwortung und gänzlichen Abmachung derjenigen,, welche dieses Unwesen foviren, wollen überlassen Haben." . Die Liste weist nun nach: , , 4) In der Stadt selbst 19 Familien; sie werden namentlich aufgeführt, die Zahl ihrer Kinder vermerkt, von, der Tochter des kleinen Moses sogar berichtet, daß sie am 22. Januar mit ihrem Bräutigam Seligmann Zuschlag gehalten. Ihre Wohnung und ihr Geschäft sind genau angegeben. Einige wohnen sogar bei Notablen, beim Rottmeister der Nachtwächter, bei eiiiern Capitaine d’armcs und beim Kürschner-Eltermann. Auch Handwerker sind darunter, ein Perlsticker, einige.Kürschner. Zum Schlüsse wird bemerkt: .... , ״Noch sin d üb er obb ena nute Viele, die hier ihren Commerz haben, aber solche wollen die Bürger nicht ausgeben, auch-liegen noch viele Juden hin und wieder, deren Quartier man sobald nicht erfragen kann, es sind auch noch Viele auf dem Thornschen Markt." 6) Auf dem Stadtgebiet werden f7 Familien aufgezählt. Merk-

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