Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 198 (sequence 5)
- Language
- German
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198 Recensionen llnd Anzeigell. für die allgemeine Bestimmung des Sabbatjahres gefunden und durch Vor- und Rückwärtszählen die Lüge jedes beliMgcn!Jähres! iM! Sabbatjahrcyclus ünzugebcn im Stande ist, 'ergibt sich ihm allst historischchronologischen 'Gründen,- daß '-das Jahr 422/421!vl Ehr. als die Epoche der neuen Reihe der Sabbatjahrcyclen angesehen werden kalln - Nach dieser, sich blos als bescheidene Hypothese ankündigenden Annahme wird es dem Vers, leicht, vermittelst einer einfachenmathematischen Bcrechnung ein Sabbatjahr in der nachchristlichen Zeit zu bestimmen, während ihm die Aufstellung einer Regel für die Bestimmung eines Jobeljahres als Spielerei erscheint, da die Feier der Jubiläen in der llachcxilischen Zeit fraglich ist. Damit ist die eigentliche -Abhandlung geschloffen. Als werthvolle Zugabe ist eine nach der jüdischen--Weltschöpfungs-, christlichen und seleucidischen Aera entworfene und vom Jahre 535/534 der vorchristlichen bis zum Jahre 2239/2240 der nachchristlichen!Zeit reichendeSabbatjahrstafel angehängt. --!----- :; Wir haben hier dasjenige in gedrängter Kürze hervorgehoben, was der Vers, mit Fleiß und Gründlichkeit umständlich-darlegt. Sind auch manche Resultate blos negativer Natur, so gewähren sie doch den Nutzen der Uebersichtlichkeit und decken namhafte Jrrthümer auf! Desto sicherer ist dagegen dasjenige, was der Vers als Behauptung aüfstellt, und-ist diese Schrift in ihrer Art abschließend. ---?r. - Moral and; religions Guide, based 011 llie principle of universal brotherbood especially intended foi־ Jewish. schools and families. By Moritz Davidsohn. London 1855, Dedicated to the Lord ■ John Bussel. - . Dieses Buch, das schon vor einem Jahre erschienen,- bis jetzt aber noch nicht in jüdischen Zeitschriften besprochen wurde, verdient - gleichwohl die Aufmerksamkeit' unserer Gl-aubensbrüder, und - deshalbbringen wir hier noch - nachträglich die Anzeige. -Nachdem dtr! Verfasser in der Einleitung! von! echtreligiösem Standpunkt alls das natürlich - menschliche Bedürfniß nach Religion und diese!selbst besprochen> nachdem!er dann die Quellen faßlich dargestellt, geht er -zu den Lehren der Religion selbst über.!. Er stellt dabei vorweg die Würde und den höher» Antheil des Menschen in ihrer Allgemeinheit dar, nimmt aber in Folge einer speciellen heiligen und feierlichen - VerpflichÄng das - iftaelitische Volk als besanders - einer göttlichen Gesetzgebung unterworfen. ״Es hat ein Gesetz, gegeben durch Moses, -promulgirt am' Sinai durch die Allmacht, begleitet vow.folchen Beweisen der Gegenwart!Gottes, daß es die höchste