Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 195 (sequence 2)
- Language
- German
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Recensionen und Anzeigen. 195 dieses.Stoffes bemächtigt, und wir begrüßen daher mit Freude die Eingangs genannte Schrift des Herrn vr. Zuckcrmann, die dem IahreSberichte des jüdisch-theologischen Seminars Fränckel'scher Stiftung vorangeht. - Nach der allgemeinen'Einleitung, in welcher die Schwierigkeiten und die sowohl theoretische als praktische Bedeutung der Fragen über Sabbatjahrcyclus und Jobclperiode hervorgehoben werden, und nach sorgfältiger Angabe der reichhaltigen Literatur geht der Vers, an die Erörterung dreier Punkte. I. Leber j Dauer und Jahresanfang des Sabbatjahrchclus und der Jobclperiode. II. Leber den ersten Anfang und die Continuität derselben׳ und III. Bestimmung eines Sabbatjahres. Im I. Abschnitte (S.-5 —18) führt der Vers, das Gebot des Sabbat- und Jobeljahres aus dielbiblischen Quellen zurück, ohne aus die nähere Begründung desselbenMnzugehen, da er blos die chronologische Seite berücksichtigt, und zählt dann die verschiedenen Meinungen in Betreff des Jobelfeierjahrcs׳ undJseines Zählungsverhältnisses zu״den daranliegenden Sabbatjahrchclen ans.' Leber die'Feier des Jobeljahres haben sich vornehmlich zwei Ansichten geltend gemacht. Die jüdischen Quellen von Sifra und dem Talmud bis auf Parchi nehmen übereinstimmend das 5V. Jahr als Jöbeljahr an, welcher Ansicht auch ׳ viele christliche Autoren bcitreten, wogegen Jsidorus Hispalenfisj- Scäliger, Pctavius, Gattcrer, des Vignoles u. A. das 49. Jahr als solches angesehen wissen wollen. — Leber das ZablungSverhaltniß der Jobcijahre zu den daranliegenden Sabbatjahrchclen herrscht eine noch ׳größere Meinungsverschiedenheit. -Der Vers, gibt ein kurzes Ncsums der fünf divcrgirendcn Behauptungen: Der -Talmud, Seder Olam und Maimonides lassen aus '7 Sabbatjahrchclen stets ein selbstständiges Jöbeljahr folgen.- Die zweite Ansicht, deren'Repräsentant R. Jehuda ist, nimmt än, daß das Jöbeljahr die Reihe der Sabbatjahre nicht unterbricht, vielmehr -selbst als integrirendes Glied mitzählt. ׳ Die 'dritte,׳ von Scaltgerj Cälvisius, Petavius u. A. - ausgestellte' Meinung läßt das 49. Jahr als Doppelfeicrjahr, Sabbat- und Jöbeljahr zugleich gelten. Eine vierte,- blos von Saliänus vertretene Ansicht, daß die?Sabbat- und Jobcljahre unabhängig-neben einander hergehen, erklärt׳ der Vers, für unwissenschaftlich e' während die fünfte und letzte Behauptung, die Ewald's, in ihrer Künstlichkeit und Gezwungenheit dem Wortlaute des Textes widersprechend befunden wird (S. 7—11). Die 'Lösung der dritten Frage über die Dauer der Jobelperiode ist natürlich-an die vorhergehenden verschiedenen Annahmen geknüpft, so daß die Vertreter der ersten, vierten' und fünften Meinung ihr einen Zeitraum von 50