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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 5 · p. Seite 167

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 5
Article
Bunsen und die Mischnalehrer
Date
1857-01-01
Page
Seite 167 (sequence 7)
Language
German
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lieber den Opfercultus rc. 167 abzuschließen, bezeugt er, daß Gott ihm nicht blos ein äußerer, sondern ganz tn ihm aufgegangen sei, und Geist wie Fleisch der Herrschaft des himmlischen Reiches sich völlig unterworfen haben!" — So erfaßten unsere Lehrer das Gottesbewußtsein! vr. B. Beer. Ueber den Opfercultus, nach biblisch-talmudischer Auffassung^). Seit den ältesten Zeiten haben Bibel-Forscher und Erklärer mit aller Sorgfalt ihre Aufmerksamkeit diesem Gegenstände zugewenbet; und ist die Behandlung desselben, in mannigfacher und divergirender Art, so gründlich geschehen und die daraus hervorgegangenen Anschauungsweise» so systematisch geordnet, daß jede fernere Besprechung aus diesem Gebiete als überflüssig angesehen werden müßte. Andererseits dürfte aber auch dieser ganze Gegenstand als הלכתא י^טשיחא erachtet werden, und, trotz der Ge- Wichtigkeit seines theoretischen Inhalts, bei dem stark angehauften Material, welches auf dem Gebiete jüdischer Wissenschaft zur Bear- Leitung vorliegt, als minder beachtenswerth für die Gegenwart zu betrachten sein- Wenn wir es dennoch unternehmen, noch ein Wort über diesen Gegenstand zu sprechen, so ist es gerade eine praktische Frage, die uns dazu veranlaßt und zwar die in neuester Zeit rege gewordene Besprechung über Beibehaltung oder Entfernung derjenigen Stellen in den üblichen und sanctionirten Gebeten, die den Opfercultus betreffen. Uns ist es daher in dem folgenden Aufsatze darum zu thun, ausgehend von der Idee, die dem mosaischen Opfer, im Gegensatz zum heidnischen, zu Grunde liegt, und anknüpsend an den Gesammt-Organismus des biblischen Cultus in Stistshütte und Tempel, mit besonderer Hervorhebung des einen bedeutsamen integrirenden Theil desselben bildenden Opfercultus, den einheitlichen Gedanken nachzuweisen, welcher in Bibel und Talmud mit dem Opfercultus verbunden wird, nachzuweisen, wie jener Gedanke mit der ideellen und formellen Auf- *) Dürsten auch manche in diesem Aussatze ausgesprochene Ansichten nicht ganz getheilt werden, so findet sich doch in mehreren hier niedergelegten Ideen Anregendes, das vielen Lesern nicht unwillkommen sein wird. D. R.

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