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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 4 · p. Seite 149

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 4
Article
Über den Geist der Übersetzung des Jonathan ben Usiel zum Pentateuch und die Abfassung des in den Editionen dieser Übersetzung beigedruckten Targum jeruschalmi
Date
1857-01-01
Page
Seite 149 (sequence 12)
Language
German
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Wissenschaftliche Aufsätzt. 149 רעם, n>0 zu Exod. 6, 8 und ib. 8. v. qv'v, wo auch zu Gen. 4, 15 Noten des Jerusch, citirt find) ^). Daß Jerusch, trotz seiner genauen Beziehung aus Onkel, nicht (wie jetzt dem Jonathan) diesem deigesetzt wurde, kann nicht auffallcn, da seine hagadistische Tendenz dem Onk. fremd ist; erklärlich ist aber, daß er in den Bibi. ral>b.. die mit dem Targ. Onk. versehen sind, besonders gedruckt ist. Steht nun fest, daß Jerusch, ursprünglich nicht vollständig war, so erscheint die Ueberarbeituug und Vervollständigung desselben durch den Verfasser des Jonath. vollkommen erklärlich und berechtigt. Jer. konnte nur eine mangelhafte Aushülfe beim Gebrauche des Onkel, für die Verschiedenheiten im palästinensischen Dialekte und dem des Chaldäers sein. Was war also natürlicher, als ein vollständiges Targum abzusässen, welches stereotype Abweichungen auch regelmäßig wiederholte! Auch hatte nicht jede Glosse des Jerusch, ihre volle Berechtigung: eine Ueberarbeitung konnte kritisch verfahren, konnte nach eigener Einsicht annehmen nnd verwerfen. Jonath. hat dies gethan; seine Paraphrase umfaßt den ganzen Pentateuch; er hat hierbei die Winke des Jerusch, verstanden und nach dessen Emendationen, so er sie für berechtigt hielt, übersetzt und dieselben auch an solchen Stellen wiederholt, wo Jerusch, es nicht gethan, obwohl große Consequenz nicht immer Sache Jonathan's ist. Daß er auch die Hagada des Jer. ausgenommen, sie für die Oekonomic feines Werkes passend eingerichtet und mit Benutzung anderer Midraschquellen vielfach bereichert hat, ist bereits dargethan worden. Wir glauben so in dieser Darstellung hinreichend den Gesichtspunkt gezeigt zu haben, von welchem aus das gegenseitige Verhältniß der Targumim Onkelos, Jeruschalmi und Jonathan zu einander betrachtet werden muß. Der hier gestattete Raum erlaubt nicht, durch mehr als die oben angeführten Beispiele Beweise für die Richtigkeit unserer Ansicht zu geben; es muß uns genügen, in diesen wenigen Notizen manchen Beitrag zum Verstäudniß des Jerusch, geliefert zu haben. H. Seligsohn. I. Traub. I) Unsere Ausgaben haben überhaupt nicht immer die Glosse des Jer. an der rechten Stelle; so gehört Num. 11, 8!בששין ברבע offenbar zu Exod. 10, 31.

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