Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 6 (1857)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 123 (sequence 3)
- Language
- German
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Notizen. 123 Herr S. H., Notarius publicus in Odessa, macht uns in einem Schreiben folgende Mittheilung. ״In Ihrem Aufsätze, die Diaspora zur Zeit des zweiten Tempels (2. Jahrgang), sprechen Sic S. 437 ff. von den in Armenien und Kappadocien lebenden Juden. Gestatten Sie mir hinzuzufügen, daß auch auf der Taurischcn Halbiusel — der heutigen Krim — zur Zeit des zweiten Tempels Juden wohnten, die wahrscheinlich durch die Kriege und Eroberungen Mithridat's dorthin verschlagen wurden. Der Director des Museums zu Kertsch (dem alten Penticapäum) Aschk, Hai in seiner im Russischen verfaßten Schrift ״das Bvsporifche Reich" folgende Inschrift, die sich aus einem im benannten Museum aufbewahrten Steine befindet, veröffentlicht. Die Inschrift ist lückenhaft; Böckh hat sie ergänzt. Ich sende sie Ihnen hiermit zu. Das Eingeklammerte ist Böckh's Ergänzung. L«aeX£v2vx2>;ßLS!,Xsc>>>p'l'1.ߣp(2v'I2v)uov ^i?7s0x2vx2p1.82c, <pe>2x«(a«po^x«i<p^2p<>)p.2e(2v, £T21><;£0t, Ileppchrrj2v f^jx, Xp^orrj ׳yuv7] 7cp2Ts[p2v] N(,x([<x]t2u 2[o]tc a.yd’qj.i £7rc> ~rfi |7upo]c;suxrfp ^ps72~2v [j.2u ’HpaxXäv sXsu^rsp2v xa^axa£ xaxd e׳j)־_׳?!p [J.2u, gcv£XlXt]tcx.ov xai dxa[p]£V0xX׳»]X0v «x2 xavx2; x>,T|p2v[6(j.ou]. Tp£7ü£.0[^־]a[1 5’] ayx2y 2x2u dv[ß]2u[)\Y)]xat. dvsx'.xeaXüreap, xa)j0[£ su^djj.TjV, XUP^ T^v xp2<p־;u[xiv]V ’ScmsCccq x£ xal xp2£x[axavx]1־r]•־ <j£0£, auvsiuvs'Jffdvxwv bk [x]at xuv XA7jpov2;j.Mv [|j.]2u [üsptlxXs(- [80]u xa1’E\!.xov1[d]52[c, cuv£x׳.xp2xsu071<; M xcd [xr£] 0ן7ץ׳<&ץ־»עט!; XtOV ’I2U&aLMV. ״Unter der Regierung des Königs Tibcrius Julius Neskuporis, Freundes des Kaisers und der Römer, im Jahre 307 am 23. des Monats Pcreitios, entlasse ich Chreste, früher Frau des Nitias, des Sohnes des Sota, in der Synagoge meinen Haussclaven Heraklas frei ein für alle Mal meinem Gelübde gemäß, so daß er unangreifbar und unbelästigt fei von jedem Erben. Er kann sich aber hinwenden, wohin er nur immer will, unbehindert, wie ich es gelobt habe, außer in die Synagoge der Huldigung und des Gebetes willen. Dazu haben cingcstimmt auch meine Erben Perikleidcs und Elikonias, und hat mit die Vollmacht gegeben die Synagoge der Juden." Aschk bringt auch die Uebersetzung einer andern aus einem Stein gefundenen Inschrift. Der Stein wird in Feodosia aufbewahrt, doch ist die Inschrift gröstentheils erloschen und find nur lesbar die Worte: Gelübde, Gebet, Synagoge der Juden*). *) Der Herr Einsender theilte uns nicht genau mit, ob diese Worte griechisch oder hebräisch verzeichnet sind.