Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 2 · p. Seite 79

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1857-01-01
Page
Seite 79 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2829132-2829206-2829209-2854893--03423-2854939
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

79 .; Notizen. sprechen. Der eine betrifft die Form der Darstellung. Der Vers, hat nämlich für seine Erörterungen die Form von Vorlesungen wählen zu müssen geglaubt und dadurch viel unnütze enptntione« danevotontine, Reeapitulationcn, rhetorische Ornamente und Digressionen eingestreut, welche die Erreichung des eigentlichen Hauptzieles ohne Noth verzögern und den aus die Hauptsache gespannten Leser Hinhalten, nicht selten sogar vvrwirren. Dieser Umstand ist um so "mehr zu bedauern, als dem Verfasser sonst eine ebenso gefällige als zutreffende Diction zu Gebote steht./ Der zweite Punkt betrifft den unglücklichen Dilettantismus des Vers, auf einem ihm nur wenig zugänglichen Gebiete, dein des Hebräischen. Wir sagen dem kundigen Leser genug, wenn wir ihm erzählen, daß der Vers, das ncuhcbräische Wort הכרח von ״ כרךeinbinden" ableitet (S. 452), ohne Rücksicht daraus, daß das ersterc Wort mit N geschrieben wird. Ebenso daß er (S. 394 u. a. a. St.) aus dem Ausdrucke מלאכת■ עבדה sehr viel Schönes für die Idee des Sabbat erschließt״ ohne zu bedenken,■ daß der Ausdruck nie beim Sabbat, nur bei י״ט vorkommt. Endlich wagt er sogar eine Conjectur sS. 459) und will statt des unzweideutigen und tadellosen llt'M (Exod. 23, 4, 5) das nicht unterzubringende lesen. Dergleichen Verstöße müssen nothwendig einem Buche schaden, dem Res. trotz-feiner gemachten Ausstellungeu einen Leserkreis wünscht und aus dein Manches gelernt zu haben er nicht in Abrede stellen kann. vr. M. Jo öl. Notizen. In Prag hat sich ein Comitö ״zur Errichtung eines Hospitals für Israeliten zu Marienbad" gebildet. Dasselbe legt in einem am 18. Deeember 1856 ergangenen Aufruf das Bedürsniß einer solchen Anstalt in folgenden Worten dar: ״Das zu Maricnbad bestehende allgemeine Hospital vermag bei den bestehenden Verhältnissen und dem großen Andrange der Hülfsbedürstigen nach der bisherigen Erfahrung, selbst bei dessen humaner Bereitwilligkeit, die bereitwillig anerkannt werden muß, nicht die genügende Anzahl israelitischer Kranken aufzunehmen. Bei diesem Uebelftande hat sich die unerläßliche Nothwendigkeit herausgestellt, nach dem Vorbilde der mit so erfolgreichem Wirken in Karlsbad und Teplitz bestehenden-israelitischen Hospitäler auch in Maricnbad ein Hospital für israelitische Kranke zu erbauen und herzustellen." Mit diesem Hospitale soll auch ein Bethaus, dessen Mangel . 6*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.