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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 2 · p. Seite 53

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 2
Article
Simon der Gerechte und seine Zeit
Date
1857-01-01
Page
Seite 53 (sequence 9)
Language
German
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53 und seine Zeit. Schrecken. Ptolemäos nahm Jerusaleuu an einem Sabbat mit Sturm ein, und die Mauern Jerusalems, welche seit Nehemia's Zeit sehr fest waren, erlitten zum ersten Male seit dem Bestände des zweiten Tempels Breschen. Judäa kam erst wieder zur Ruhe, als es dauernd zu dem egyptischen Reiche geschlagen wurde. Alle diese Wandlungen erlebte! Simon der Gerechte und hatte Gelegenheit-sein Gottvertrauen zu bewähren, um nicht den Schlägen zu erliegen, und die Liebe zu seinem Volke zu bethätigen, um die Uebel zu ׳mildem und die Wunden zu heilen, so viel an ihm lag. ' Er sorgte für sein Volt ■■׳׳׳׳. Und rettete es vom Fall 2) singt der Dichter Sirach von ihm. Durch Liesen Dichter erfahren wir auch, auf welche Weise Simon für sein Volk thätig war. Er befestigte Jerusalems, das durch die Kriege gelitten hatte, damit es nicht wieder so leicht erobert werden könnte, wozu trübe Aussichten genüg vorhanden waren. Auch den Tempel befestigte Simon, besserte Lie erlittenen Schäden aus und erhöhte die Grundfeste des Vorhoses'). Den Wasserbehälter im Tempel ließ er der Art erweitern, daß er einem Teiche glichst, um im Fall einer Belagerung die Einwohner vor Wassermangel zu schützen. Seit dieser Zeit hatte der Tempel stets Wasservorrath, was in einem heißen Klima, auf dem wafferlosen Boden Jerusalems von Beobachtern angestaunt wurdet. 8) Sirach-50, 4. Im Griechischen ist hier wieder eine Lücke, die sich aus Wer Vulgata und dem Syrer ergänzen läßt. Vor <rxb mdam? muß es heißen: ^püqcruo owtöm- : Im Syrischen übrigens falsch neue! 21^׳, richtiger Vutg. ad liberavit eam (gentem) 0 perclitione. 0) Das Auch dieser Halbvers ist in seiner fetzigen Gestalt nicht ganz verständlich:?viö’x.uffas 7toX1v i^.mXiopxvjaou; es must heißen rau pch öpira- XmpxhoÄlll. J«1 Syrischen fehlt der Passus und die Vulgata hat ihn ungenau wiedergegeben:)qrri praevaluit awpMoars ervitateiv. 1) Das. 50, 2—1׳. 2) Auch Vers 3 ist nicht ganz verständlich. Was soll das heißen: dv iMLpeu; «sroü siX«rrka2r> aTcoSo'/sfav ü8«r«ov? Darf man für üXerrrwÄr) vielleicht ^TrXqrüaAn lesen? Der Syrer gibt den Sinn, kurz wieder: nsm Für״ ^ocXxo? ist die Variante Xaxxo? Vvrzuziehen, obgleich das auch uoch nicht den rechten Sinn gibt. 3) Am ausführlichsten beschreibt die Wasserbehälter Tacitus (bistorra VI, 12). Fons perennis aquae, cavati sub terra montes, et piseinae cistei'naeque servandis imbribus.

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