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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1857-01-01 · Heft 2 · p. Seite 51

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1857)
Issue
Heft 2
Article
Simon der Gerechte und seine Zeit
Date
1857-01-01
Page
Seite 51 (sequence 7)
Language
German
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51 ::ünb seine-Zeit. sei bei des Hohenpriesters Anb lick so sehr von Ehrfurcht ergriffen gewesen, daß er ihn eutgegeukommeud begrüßte, und auf das Erstaunen seiner Höflinge über׳ diese Herablassung geantwortet habe/ das Bild dieses Hohenpriesters in diesem Schmucke sei ihm einst im Traume erschienen und habe ihm Sieg verheißen. Alexander habe dann auf des Hohenpriesters Gesuch :den Juden Religionsfreiheit gewährt und sogar Abgabenfreiheit für, das Sabbatjahr, .weil sie.in deinselben keine Ernte hielten» um Maturalien zu liefern., Nachdem sich ,Alexander nach Egypten begeben (333), übergab er die - Statthalterschaft über Syrien, wozu - fortan auch Judäa und Samarien gehörten, seinem Unterfeldherrn Andromachos. , ,,m Während,Alexander's Eroberungen in Egypten,brachen Unruhen in Samarien aus, deren Grund und, Tragweite unbekannt sind, ,die aber sicherlich ans den gehässigen Reibungen zwischen den religionsaber nicht stammverwandten Juden und Samaratanern hervorgegangen sind. Da der Statthalter Andromachos sich ln's Mittel legte, um. der Feindseligkeit zu steuern, erhoben sich die Samaritaner und brachten ihn durch Feuertod um. Als Alexander von diesem Verbrechen Nachricht erhielt, eilte er auf den Schauplatz der Unthat,, ließ sich die Urheber ausliefern, hestrafte sie und zerstörte die Stadt Samaria (oder legte eine macedonische Besatzung hinein, nach einer andern Nachricht). Wie er die Samaritaner wegen ihrer Auflehnung bestrafte, so belohnte er die Juden wegen ihrer eingehaltenen Mäßigung mit vielem Wohlwollen; er soll sogar Samarien zu Judäa geschlagen und Judäa für steuerfrei erklärt Habens. Wahrscheinlich ^hat Alexanwesentlichen Linkten Worein; nur hat der crskere die unwahrscheinliche Angabe, daß Alexander von-Gaza aus nach Jerusalem gekommen sei. wovon aber Aiexander's Biographen Arrian und Curtius Rufus, die ihm auf Schritt und Tritt folgen, nichts wissen.. . Die. talmudische Angabe läßt aber , nicht Alexander Jerusalem besuchen. sondern-Simon ihm bis Antipatris (dem,alten Kephar-Saba), entgegengehen, was^ plausibler klingt. Auch was Josephus von Simon's anfänglicher Weigerung.' Alexander zu,)׳huldigen, aus treuer Anhänglichkeit au den persischen König, den Lanhesherrn, ist offenbar eine tendenziöse Ersinduiig.- um die. unwandelbare Treue des, jüdischen Volkes gegen seine Herren herauszustreichen. Nach Voß,. Seiden und andern Archäologen soll Justin (110 ,1־) in,den Worten: ubi obvios cum inful'is Orientis rcges habuit eine Anspielung auf den jüdischen Hohenpriester im Ornate liegen, was ich nicht finden kann. , 6) Die Nachricht über den Aufstand der Samaritaner und dessen Folgen

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