Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 11
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 434 (sequence 3)
- Language
- German
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m :Heccnncnen und Anzeigen. ■■ätfir freuen unä, diese kleine liebliche Schrift allen Freunden hebräischer Dichtung recht angelegentlic!׳ cmvfeblcn zu können. 11). Fanlin miilironitti Salnmunii, <1ין<mI dicitnr. poHicam formani sive sprrirm par.’illclisliram vi (Inmialicain larirm d«*pmxil Ii. F. Frit*d ri v 11, Ur. philos. A. MlM’.r.FLV. p. CIii\ 11. Hrgiomouli JJoajnn] Iralivs liornlrac^vr. A. 20 S״r, Der Vers, dieser Monographie uher das hohe Lied versucht hier nie!׳: nur,!lach den! Vorgänge O'wald's, Hilzig's, Böttcher'S und A., das hol׳e ^!ed zu dran!atisircn, sondern auch nach einer von ihin bis ans das kleinste durchgesul׳rten neuen Organisation des Parallelismus, sowohl der Ferm als den! Fnhalte nach, neu zu gliedern und dem Owd!ebte die Form wieder zu geben, wie es nach ferner Ueherzengnng, abweichend von dem!nasoreuschen Tcrre, ans der Hand des Dichters!׳ervorgegangen sc!. Ov tl׳ei!t dasselbe statt in d!e!uasoretischen 117 Verse!n 100 ׳•;!tHias (Mcltchcu), welche nach der Anzahl ihrer Glieder (:iTtiiuIi) einander entsprechen. Diese Kettchen eorresvondiren miteinander und hildcn parallel laufendeKettenordrumgen. Strophen oder, wie der Vers, will, m<•niliu und Strophenordnnngen liuonilium orilluos) treten gegeneinander. So werden 10 Seenen auf 4 Aete vertheilr, welche einen pandlrlismiis gramiis bilden, indem Act l mit III und II mit!V lhren! Owdanteiigehatte nach correipondiren. Or unterscheidet parulldismi im!vellern Sinne, d. h. l^edantenparallele in gleicher Zahl von Kettchen, und dergleichen im engern Sinne, wo nicht nur die eat<dl!u\ sondcru auch die ao!udi correspondiren. Der erster« Art sind 3, der letzter!! 0 Secnen. Der Scharfsinn und die lhenauigfeit, mit welcher dies ansgesuhrt ist, erregt in der That Bewunderung. Os versteht sich vom selbst, daß Personen und Oertlichkeit bestimmt angegeben imh genau verthellt sind. Das ״pathetische" Schauspiel (.?), ivic es der Vers, nennt, weil die theatralische Handlung fehlt, ist wohl abgerundet, hat Orposmon (Act I), Verwiche!ung (slUt II), Katastrophe ofrcr Umwandlung (Act III) und Auslösung (Act IV). Die Handlung lst höchst einfach und regelmäßig. Sulamit, mit einen! Hirten verlobt, den sie treu lieht, läßt sich von dem Zureden ihrer Mutter und den Drohungen ihrer Bruder, welche der Reichthun! und die hohe Stellung blendet, bestimmen, an den glänzenden Hof des Königs Salomo zu geben, der sie liebt. Daselbst erwacht jedoch ihre Liebe zu dem Hirten, und gerät!) in Kampf theils mit der aufrichtigen Liebe des Salomo