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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 11 · p. Seite 433

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 11
Article
[Rezension]
Date
1856-01-01
Page
Seite 433 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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:Kcccufumcn unfc Anzeigen. 433 dichterischen Laune sind, oft einer Zeit angebörend, in U'clclnn* die Muse mir dem oder jenem Dlebter dieseo oder jenes Voltes einen unbesangeneu, vornrtbeilsfreien Bltck in das Geistesleben der jüdischeir '.Nation, in ilne bald tragisch dustere, bald erbabene Geschichte gegönnt t'at; allein eine Grupp!rung naeb der geistigen Verwandtschaft der Dlebter batte das Wert doch wobt noch gefälliger machen tonnen. — Was Fr. selbst in dieser Sammlung angehört, zeugt von Neuem rühmlich vo!l feinem Dichtergenius und seinen! tiefen Gefühle für den Glauben, die (beschichte und das Schicksal des Voltes, das den Dichter mit Stolz zu den Seinen zählt. Gin-Theil dieser Gedickte und einige andere, den ״Tagen des Morgenlandes" entnommen, sind unter den! obigen Titel: ״Nach der Zerstörung" u. s. w. den Freunden hebräischer Literatur gewiß eine höchst willkommene Erscheinung. Die beste (Lmpfel lung für Frantl's Meistersebaft in der Behandlung jüdisch-nat'lonaler Stoffe isl die Letteris'sebe Uebertraglmg, und eben so. sebr gibt diese glanzendes Zeugnis! von der poetischen Begabung des Ueberse^erS. Jede Stropbe tilndet durch die h'lassieckät des 'Ausdruckes, der sich ungezwungen und doch kunstvoll dem poetischen Gedanken anschmiegt, in L. ebenso den Dichter, wie den gewandten Meister in Handhabung der bebr. Sprache an. L. erscheint, wie h'harisi, als Dampfer für die C5'l*rc der bebr. Sprache; er zeigt, wie ibr Wortschatz u!id ibre Formen reich genug seien, um die feinsten Nüaueirungcn des Gedanteus dnreb die gefälligsten Wendungen auszudrücken, wie sie kraftvoll und schuliegsam für den ist, der, wie L. selbst, sich in den Geist der elasfischen biblischen Literatur iuneiugelelr bat. Au Formgewandtbeit ist die Uebertragung dem Originale sicher gleichzustellen; utid selbst!uanche Harten, die sich im Originale finden, sind hier geschickt vermieden. So bat das erste (Gedicht dieser Sammluug in der Tlnck eine Zweideutigkeit, die, da die Rede von der ״Mutter des Propbeten" Israels, batte vermieden werden können: ״Jungfräulich feiert eine Braut Am Freitag des Retters Empfangniß." Die Ucbertragnng laßt Nichts hiervon merken: כ5לות יום ה׳שישי, בת חן ויו^ר" תהי ללדת ליחיאל גזועז■ע! Auffallend frei und ganz losgelöst vom Original ist die Ucbersetzung des ״Arbeiterliedes"; nach der den! hebräischen Gedichte beigegebenen Anmerkung scheint dies Gelegenheitsgedicht mit Absicht nicht als bloße Uebertragung geschrieben worden zu sein. Ötnulcl, Mv»,»Sschrist. V. 11, 33

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