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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 11 · p. Seite 413

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 11
Article
Über das Alter des Hillel'schen Kalenders
Date
1856-01-01
Page
Seite 413 (sequence 2)
Language
German
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Wissenschaftliche Aufsätze 413 baluT noch lan^c nicht als ^cfdiloffen zu bftvachtm, und selbst bie bivcvt\ivcub(u Ansichten haben fielt noch nicht gehörig consolidirt. ׳ Wir glauben daher versuchen zu dürfen, da? }»•״ und c01,1r!1 noch einmal zu prüfen; vielleicht gelingt es um so eher, Klarheit über diesen wichtige» und in vieler Hinsicht rätbselhaften Gegenstand zn verbreite» ober wohl gar bcinselhen eine neue Seite abzngewinnen. Der Hanptbewcis gegen bas hlos traditionell hei R. Hai Gaon sich erhaltene Datum der (.Einführung des Hillcl'scheu Kalenders (ת״ר״ע 350 — ל^טר־וו־ג der gewöhnliche» Zeitrechuungl liegt wohl in dem gänzlichen Stillschweigen des Talmuds, dessen Redactien und bndabschlust 140 Jahre spater — 500 b. gcivöhnl, Zeitrechn. — erfolgte, «her diese so hochwichtige, einflnstreiche Einrichtung. Scho» N, Asaria de Rosst fühlte diese fast unauflösliche Schwierigkeit, und er ist darum anch geneigt, sich für die hei R. Iizchak Israeli allein findende 'Angabe zu erklären, daß der jüdische Kalender 500 =־ ד׳ אלפים ד״ס eiligeführt U'in-be. iBgl, Meor (viunu Ah, 25: ולולי דב־י ר׳ הא• הנזכרים ככר היינו מא׳ש־ים הנוכח האחד ייעל ד' אלפים ר״ם (תח״יא לשט־וה) וכוי, כ״ש הראוה וראם היה ר׳ הלל קורם החתם הגמרא, איך דם' אשי ומריטה אחריו לא כתבו עליו שום וכר והוא יכוך גדול כקיום דתנו׳!' Herr <vräg — Geschichte der Juden I V, S, 307 u. 552 versuchte dieses Rätbsel zu lösen und diesem hier gewiß bedeutungsvollen nr^uiuaulum!r silentio folgende Stellen entgegcnzuhalten, ״Ideler und Slonimsiv", , heißt es daselbst S. 552, ״zweifeln an dem hohen Alter dev jüdischen Kalcnderordnung und deren Einführung durch Hillel II. Die Zweifel entstanden ihnen daher, weil sie glaubten, daß die Kaleudereinrichknng in der talmudischm Literatur nicht erwähnt werde. Dem ist aber nicht so. Der jerusalemische Talmud ((mibin III Endel kennt sie und nennt sie mit deutlichen Worten, mir ist die S teile mißverstanden worden; ר׳ יוסי משלח כתב להון א״עפ״י שכתבו לכם סדרי מועדות אל חשנו טיהג אבותיכם נוחי נפש. Unter den Worten: סדרי מועדות hat man fälschlich eine Gchetordnung verstanden, während Buchstabe und Zusammenhang auf eine sixirte kalendarische Festordnung hinweisen 11. s. w," Vgl. Rapoport Erech Millin I, 102. Wir glauben nun eines Theils diesen Beweis, daß unter dem Worte סדרי מועדות hlos eine Kalenderordnuiig gemeint sein kann (denn Gehetordnung nennt die Misch,1a Rosch Haschana 4, 5 סדר ברכות), zu einer zweifellosen Gewißheit zu erheben, und andern Theils das Unrich. tige der weitern Folgerung klar zu beweisen. — Wir finden nämlich diesen TcrminuS bei OnkcloS, der den Schlußvers des Kapitels über die Ordnung der Feste, S B. M. SS, 44, mit den Worte« übersetzt:

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