Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Briefe aus Österreich
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 408 (sequence 2)
- Language
- German
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408 Briefe aus Oesterreich. beamte» sungirten und kein Gehalt wurde ihnen gezahlt. Zur Schande so mancher Gemeinde sei erwähnt, daß es »och jetzt so manchen Rabdiner und Lehrer in diese»! Aronlande gibt, der seinen hiebalt nicht ausgezahlt bekommt. Ich unterlasse für jetzt, die Namen dieser Ge- »!einden an den Pranger zu stelle». Damals war noch Herr 2. :1(. *V*n־|ct? LandeSrabbiuer in Mahre». Dieser berief Vertraueiismänuer nach Nieolsbnrg, und im Vereine mit diesen wurde ein Statut für die Gemeindeordnung in Mahren entworfen. spater berief der ־•£totthaltev in Mabre» einige Vertrauensmänner zu sich. Ich erlaube mir, Ibnen ein derartiges Einladungsschreiben mitzutbeilen: Mt» >>. 3,.M Es ist bei dem l׳. Ministerium des Eultiis und öffentlichen UnlerriebteS der Antrag gestellt worden, Rabbiner und weltliche israelitische Vertrauensmänner zur Veratbung einer jüdischen h'nltnSgemeindeortnung einznberufen, welcher Antrag insbesondere damit begründet wurde, daß die kosten zur Bestreitung der religiösen und Schnlbedürfnisse der Israeliten früber durch Zuschläge auf die Iudeusteuer aufgebracht wurde», nunmehr aber durch die Aushebung der Iudeusteuer der Schlüssel hierzu verloren gegangen ist, und dadurch die bisherigen Einrichtungen zu verfallen droben. Wie immer auf der Grundlage der in dem allerhöchsten Patente von! •'». Marz v. I. ausgesprochenen Grundsätze die Stellung der Juden in der politischen Gemeinde sich gestalten möge, so wird es doch noth- »׳endig bleibe», daß sie in Betreff ihrer religiösen Interessen eigene ödirchengemeinden bilden. Das b. Ministerium des EultuS und öffentlichen Unterrichtes bat mich daher anfgesordcrt, über die Organisirung solcher Gemeinden eine Beratbung mit israelitische» Vertrauensmännern zu pflege». Da ich von Ihrer Saehkenntniß und Ihrem Eifer zur Förderung öffentlicher Zwecke eine ersprießliche 'Mitwirkung bei der Lösung jener wichtigen Frage erwarte, so lade ich Sie ein, der über diesen Gegenstand am 12. Juni d. I um 10 Uhr Vormittags unter meinem Vorsive stattfindenden Beratbung beizuwohnen, und bemerke nur noch, daß insbesondere die von dem in Nieolsburg zusammengetretenen Comitö entworfene Synagogalvcrfassung für die israelitischen Neligionögemeinde״, und das Gesuck׳ dieses Eomitü's um die Verwendung der Erträgnisse