Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Rabbi Simon ben Jochai
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 407 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2829132-2829192-2829204-2854750--03190-2854786- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Briefe au$ fDeflerreieb. 407 über die Onöfjc foiucv Bruders fid) freute, wurde für wert (י des iMeblco erachtet sprod. 28, 30): ״Und lege in den Brnstschild des :)ieebtsprnches die llvim und die Tumiiu, und sie seien auf dein Herren Alirons." Hude» wir so üi. 3!m011 auf balaclüfel'em wie hagadischein Boden als einen der tbätutfteu Mitarbeiter seiner Zeit kennen gelernt »»d zugleich l'aelegenbeil gefunden, die praktische N übrigkei: dieses zur Beselnuilichieit geneigten Obaraklers z>> bewundern, so werden wir gesleben, das; er des erborgten 3chtnnekes, dessen ibn die Geicl>ich>e entkleidet, nicht bedarf, da ibn die Wahrbeit hoch genug stellt. Die Lagen aber, die sieb sebo» früh an seine Person geheftet, sind als der nninnndige Ansdruck einer perdienten Bewunderung auszlisasseu. Briefe aus Oesterreich, v. 4tu,mit l.s.'iii. Mahren. Seitdem icb Ihnen den Bericht über dieses Stronland zugeschickt (og!. oben S. 118), bat sieb so Manches ergeben, das wobt der Mittbeitung wertb ist. — Ich beginne mit der Hauptstadt Brunn. Diese Statt bat nicht bloS für die Inden Mährens, sondern auch über dasselbe linanS Wichtigkeit. Sie gehört bekanntlich z» den bedeutendsten Fabnkstädten der Monarchie; alljäbrlich werdeit sieben Märlte abgeluilten, wo, abgesehen vom Anslande, Juden ans allen 'österreichischen .Grönländern sieh eiusinden. Dazu kommt noch, das; die Gemeinte in sietvon Jahr zn Jahr größer wird. Bei unseren Großstädten bewahrbeitet steh der alte Sag 2כר הירולים :7׳. Alles, was irgendwie feine Straft schwunghafter gebrauche» will, zieht in die große Stakt. — Die Juden in Brünn haben nun in letzter Zeit ein Gemeindestatut entworfen, das von Seite der Behörden genehmigt wurde. Die Negierung erkennt jedoch die jüdische Gemeinde in Brünn nur als GultnSverein, nicht als OultnSgemeinde an. Um zu erklären, wie dieses gekommen ist, muß ich in der Geschichte etwas znrückgreifen. Im Jahre 1848 trat bei den israelitischen Gemeinden Mährens ei» gewiffermaßen anarchischer Zustand ein. Die Gemeinden verstanden unter Freiheit, vor allem die Freiheit nichts zu zahlen. Die Gemeinde-