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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 10 · p. Seite 378

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 10
Article
Aus Jerusalem und Constantinopel
Date
1856-01-01
Page
Seite 378 (sequence 3)
Language
German
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378 Ans Jerusalem und Constantinopel. I'tivdnTife, mn dem Andenken seiner Glaubensgenosse» jeden Ranges, die den Tod in den Reibe» der verbündeten Armeen gesunde», de» legten Segen nachzurufen. Die Zeremonie war eine sehr eindrucksvolle: man bemerkte Herrn Battus als Abgeordneten der französischen Gesandtschaft, den Gbachai» Pasehi, die Herren Cauiondo Vater, Gamondo Söhne, de Gastro und die angesehensten Männer der cinheiniischen und fremden israelitischen Bevölkerung. Der Seraskier Pascha batte die Freundlichkeit, zu dieser Gereinonie eine Abteilung der kaiserlichen <^>arde mit Trommeln und Hörnern unter dem Commando seines Adjntauten, des Obersten vom Ma!orstabe, Gabrin Bcy, zu entsenden. Man sab hier vielleicht zum ersten Mal ottomanische Soldaten die Giewebre bei der Gesetzrolle Mosis präsentiren. Herr Cohn sprach ein Gebet für die Ruhe der Verstorbenen, bierauf für den Sultan, den .Kaiser Napoleon und die verbündeten Mächte. In einer weihevollen Rete, in welcher er Frankreich als den Träger der Fahne der Humalutät darstellte, ähnlich wie Israel der Träger deö Glaubens zu aller Zeit war, forderte er zu einer Sammlung für die Ueberschwemmten zu l'ncu auf. Diese von den Herren de Gastro,. Fano und Brunswick veranstaltete Sammlung brachte 1612 Piaster, welche Herr A. Cohn dem französischen Gesandten überreichte. Rach dieser Zeremonie begab sich die Versammlung nach Has-kevi, um bei der össentliche» Prüfung und Preisvertbeilung in der Israelitischen Schule gegenwärtig zu sein. Die Kinder beantworteten in austerordentlich befriedigender Weise alle ihnen im Französischen, Türtischen, Hebräischen, Geschichte, Geographie u. s. w. vorgelegten Fragen. Alle Anwesenden spendeten dem Direktor, Herrn Benoit Brunswick, reichliches Lob; denn diese Prüfung hatte dargethan, dast er in der relativ kurzen Zeit, die er hier lebt, ganz den Geist seiner Glaubensgenossen aufgesaßt und eine in einem Viertel neu geschaffene Schule, das deren nie gehabt, ans das Niveau der Studien höherer Scbulen gebracht habe. Herr Albert Cohn mußte wohl sich Glück wünschen zu der Wahl, die er getroffen, als er Herrn Brunswick diese Aufgabe anvertraucte. Donnerstag, den 21. August, batte Herr A. Hohn, nachdem er dem Grostvczier, Mchcmed Rudschi Pascha und Fuad Pascha eine Visite abgestattet batte, die Cbre, von Sr. Kaiserlichen Majestät, dem Sultan, in einer Audienz empfangen zu werden. Seim Majestät erinnerte sich, Herrn Cohn vor zwei Jahren an demselben Tage — 21. August — ß«'f(bfn zu haben, und befragte ihn über die Anstalten, die er auf dieser ersten Reise in'S Leben gerufen. Herr Cohn übergab dem Sultan einen

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