Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Rabbi Simon ben Jochai
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 367 (sequence 3)
- Language
- German
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Nabln Simon l׳eu Iochai.;507 überhaupt schwierig, und de» Sterblichen ist cs versagt, dahinter zu kommen" lGenesiS N. (*>. (>). Seine ethischen bUilndsätze sind bei aller Strenge und Neinbeit dennoch von eine!» Geiste gefühlvoller Milde beseelt, und wir baden nicht Ursache, einen Mann hart und rigoristisch zu nenne», für den es keinen religiös und moralisch Verlorenen giebt, der vielmehr mit Hinweis ans IecheSkel 33 lehrt, dast auch der vollendete Bösewicht durch ernste 'Btiße und Nückkebr ans den Standpunkt des vollendeten Zroinmen sich bringen kann, Etwas alleinstehend und dem (leiste!einer eigenen Zeit widersprechend ist er mit seiner Iordernng, neben der Beschäftigung mit der 2 ehre keine andere weltliche zu betreiben, ('*־tue genaue Vergleichung dieses Satzes jedoch mit seinen sonstige» Lekren, z. B. das! Derjenige, der auch nur Morgens und Abends das Schema liest, der Verpflichtung: Du sollst darin forsche» bei Tag und bei Nacht, schon »achgekominen ist, beweist, das; er damit nicht eine religiöse oder elbische Vorschrift bat ansspreelien wollen, sondern lediglich seine Ueberzengnng, das! das (Gesetzesstndinm zu schwierig sei, um auch neben andern weltlichen Geschäften mit Erfolg betrieben werden zu können. Versuchen wir jetzt, die hier und da zerstreuten Züge aus seinem Leben zu einem Gesammtbilde zu vereinigen. N. Siinon ben Iochai war im frühen Jünglingsalter ein eifriger Hörer des in Iabue residirenden 'Nast Gamaliel und;eines Ab-bel-din N. Iosna ben Ebananiah. Schon damals verrät!! er die ihn nie verlassende Eigentbümlichkeit, ein Gehörtes nicht sogleich hinziitiebmen, sondern sich erst zu vergewissern, ob er es als ein allgemein szeststebeudes in sich ansnehmen.dürfe. Bei einer 'Antwort des N. Iosna, das Maaribgebet betreffend, sich nicht beruhigend, befragt er in derselben Sache den Nasi, der nicht blos anderer Ansicht ist, sondern auch diese seine Ansicht für die bereits allgemein reeipirte hält, und wird so die unschuldige Ursache der bekannten Mißhelligkeit zwischen N. Gamaliel und seinem College» (Berachot 271,). So wenig Ausführliches über sein sonstiges Jnngerleben in Jabne überliefert ist, so fehlt es doch nicht an Spuren, welche die tiefe Aufmerksamkeit verrathen, mit welcher N.. Simon den Altssprüchen seiner Lehrer gelauscht hat. Im Einklänge mit seinem Satze (Berachot 7!>), daß der Umgang mit Gelehrten und der gelegentliche Einfluß derselben noch höher auzuschlageu sei, Bö das Lernen auf directem Wege, macht er sich jede Privatäußerung seiner Lehrer zu nutze. So folgert er (Sueeu 28*