Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Salomon Molcho und David Reubeni
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 207 (sequence 3)
- Language
- German
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£010111011- ־;!Vcfd'0 und ThU’it’ h!>>11be»i. 207 \H 11 fit-rt>י1 )זי Spanien lehen, lmifito ihnen als eine 3d1eincviften> ohne Seelenleben oorfoniinc». ('\יי gehörte hoher;n ihrem treuen A»sharren im (Glauben eine noch fast greisere 3tanM'afti»\foit, als die hentüten Juden hrolichten, wenn sie von einer;{0110 vectrieheu, in eine andere einwandern mußten. Und diejenigen, welche in Spanien;»m Schein das (Uirisientlmm annahme», i ho ton es nicht ans Leichtsinn, wie der fanatische Joseph Iaabc; es darstellt, der unter andern Uinständen selbst einen Torgnemada hatte abgeben können, sendern ans Vaterlandsliebe und ans jenem Ost׳- fühle der Heimat, das nach starker ist als die Liebe;11111 Leben 's. Das unerbittliche Wcfebicf, das die ans Spanien »ach Portugal Ausgewanderten Schlag ans Schlag traf, brachte eine völlige Umwälzung in ihrem Innern;11 Wege. In dem Wal׳» sich wiegend, das; sie unter dem gerechten und weisen König Manuel würden bleiben können, kam die grausame Gnttänschnng, als dieser König im December 1-400׳, der versolgnngssnchtigen Politik Spaniens;» Liebe, sie auch von hier verwies, und damit sich nicht begnügend, die Kinder beiderlei O'eiel'Iechte unter 14 Jahren ihnen enteis!, sie int Laude vertheilte und in der christlichen Oieligion erstehen lies;- Das Ohriftcitthmn dürftc sich nicht beklagen, wenn die gewaltsam Bekehrten nur tiefen Abscheu gegen dasselbe empfänden und in ihrem Herren eine noch glühendere Liebe;11 r väterlichen Religion näherten. Wer vermag sich in den Gemüthszustand der Scheinchristen zu versetzen, wie sie in der steten Seeteugnal lebten, dasjenige mit Andacht heucheln;n müssen, was sie in tiefer Seele haßten, und dasjenige verheimlichen;11 müssen, was ihnen eine Gewissenssache war! Wäre die anfgezwnugene oder die verheimlichte hieligiou von der Art gewesen, das; sie mit einem bloßen cmlo sich begnügten, wie das damals sich ins Dasein ringende Lutherthnm, so wäre die Gewissensgnal noch erträglich gewesen. Aber weder das Indenthutn noch der Katholieisinus nahmen mit einem inueren Bekenntniß vorlieb; beide beruhen auf religiösen Uebtingen, welche den ga»;en Menschen täglich und stündlich in Anspruch »Chine». O essen! lich zu jeder Zeit die Zeremonien der Bekreustgung, des WeihwassersprengenS, der Genuflerivnen vor der Monstranz mitmachen, und heimlich täglich Gebetriemen anlegen und alle jene Das! aber nicht Sic tziebe zum Mlauben »och stärker war. hierin liegt der ׳Vorwurf Jaabe;'. D. Red. 16^