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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 5 · p. Seite 195

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1856-01-01
Page
Seite 195 (sequence 2)
Language
German
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Reeensionen und 'Anzeigen. iOS Herr Dr. Bodenheim hat in dieser Monatsschrift — vor. Iahrg. — ciiK Erklärung der Saadia'schen Uebersetzung zu den ersten zwei >sta» pitein der Genesis gegeben, und mit Interesse gewahrt man das wackere Fortschreiten des Herrn Vers., der bier die verschiedensten alten liebersetzungcn und niedrere »euere einander gegenübcrstellt und erklärt. Unter den neueren Uebcrsetzungen wird hier die deutsche (von Mendelssohn), die italienische (von Reggio), die französische und englische lunbenannt) berücksichtigt. — Ist diese Monographie Jenen, die die Walton'sch« Polyglotte nicht besitze», von Nutzen, so bat sic auch für Jene, denen Walton zu Gebote siebet, Belehrendes. Vorzüglichen Fleisi hat der Vers, hier wieder Saadia und dem ibn thcilS erklärenden, tbcils bekämpfenden Ibn Esra;»gewendet. Es liegt hier eine ungemeine Reichbaltigkeit deS StosseS vor, und schon das sorgfältige Zusammentragen ist ei» nicht kleines Verdienst. -- Was die Erklärungen selbst anbelangt, so glauben wir, dasi der eigentliche Sinn und Inhalt der verschiedenen Uebersetzungen nur aus dem Geiste, in welchem überhaupt jeder lieber« setzer arbeitete, erkannt werde» kann, und daß, solange nicht dieser Neberblick gewonnen, der Vertent aus sich selbst heraus, aus seiner allgemeinen 'Auffassungsweise, und dem Ziele das er sich gesetzt beurtheilt wird, die Uebersetzung auch an einzelneil Stelle» nicht ihre richtige Würdigung finden kann. Beginnen um׳ mit Onkelo s. OnkcloS ist unter den Alten der treueste Uebersetzer. Bekannt ist jedoch, daß er, um den decenten Ausdruck gegen die Gottheit zu wahren, Manches verändert, umschreibt 11. s. w. Er beobachtet ferner nur in den prosaischen Stücken strenge Treue, bei den poetischen Steilen übersetzt er entweder ganz frei, wie Genes. 49, oder wenigstens mit vieler Freiheit, wie Epod. 15, Rumer. 23. 24. ' Aus diese Punkte hätte also zur richtigen Auffassung seiner Uebersetzung von האזינו Rücksicht genommen werden müssen. Wenn Herr B. zu V. 3 bervvrhebt, nur der <> Hai da er gibt שם ה' אקהא mit '■בשסא דה׳ אנא גזצל, so hätte er erinnern inüssen, daß Onkelos auch anderSivo קרא בשם ה׳ in dieser Weise übersetzt. Vgl. Genes. 12, 8. 13, 4. Dem Geiste der Onkel. Uebersetzung gemäß ist auch V. 22 כי אש קרחה כאפי durch ארי קירוב נפק מן קרסי הקיף כאשא gegeben, hier ist wie gewöhnlich ־־חקה הנשי. Vgl. auch Deuteron. 29, 19. — Ebenso mußte er auch L. 12 ואין עמו אל נכר mit ולא ותקיים קדמוהי פולחן טעואן übersetzen: Onkel, vermeidet alleinhalben irgend eine Parallele zirischen dem einen Gott und andern Göttern, vgl. V. 39, ferner Exod. 8, <>. Deut. 10, 17 und sonst. — Daß ferner Onkelos in diesem K. häufig umschreibt ss, hat nach Obigem nicht das BcmerkenSwerthe, das der Vers, an mancher Stelle erblickt; 15'

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