Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 194 (sequence 3)
- Language
- German
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194 tftecnijtonen und Anzeigen. Werth so innig empfnndeiwr, und in einer Zeit gläubigen Gottvertrauens aus kindlick frominem Genlütbe bervorquellender Weisen nicht zu ermessen und in unserem geregelten Synagogengesange nicht zu verwenden weiß. Möge Herr Ebrlick mit solchen gottgefälligen Gaben nicht sparsam sein, möge er uns solche Melodieen ganz getreu wiedergeben und sie wieder (Gemeingut aller Fachgenossen werden lassen. Diese werden dann gewiß die alten lieben Klange, die in unserer Kindbeit uns selbst erfreuet und Zalirbunderte lang unseren Vätern Erquickung und Trost spendeten, sie werden diese lieben Klange wieder in die ihnen fremd gewordene Heimat, in die jüdischen Gotteshäuser zurücksnhren, wo sie, treu gepflegt, ihre alte Kraft gewiß auch in der neuen Zeit bewahren werden. Wir wissen es wohl, Unfähige und Unberufene werden dann ibre liebe Noth in der Ausführung haben; mögen sie sehen, wie sie damit znreckt kommen: für die Befähigten wird dadurch ein Schatz zurückgelegt, der eine von Manckem kaum geahnte Fülle von musikalischen Kleinodien in sich schließt. Fndcm wir aber dieser Zeitschrift freudig unsere Anerkennung zollen, können wir den Wunsch nicht unterdrücken, der Herausgeber möge eine sorgfältigere Auswahl in der Aufnabme von musikalischen Beitragen treffen. Da sind zunächst Melodien, für die es in einem Gebetbucke durchaus keine passenden Tene gibt; ferner Gesänge, deren musikalische Accente so consequent den sprachlichen widerstreben, daß der Musiker, der zugleich der hebräischen Sprache kundig ist, sie nicht singen kann, obue seinem rbytbmischen Gefüble Gewalt anzuthun; und endlich sind die musikalisch-orthograpbischen Fehler sinnentstellend, und, namentlich wenn sic aus fehlerhaften Verwechselungen inbarmonischer Töne berrübren, für den Unkundigen ganz verwirrend. Mögen daber die Gesänge aufmerksam geprüft und nur den bessern die Anfnabme gestattet werden. Nicht die Menge der Melodien ist es, die unserem Gottesdienste förderlich ist, sondern ihr musikalischer Gebalt. Und so wünschen wir denn der liturgischen Zeitschrift recht viele sabige Mitarbeiter, und empfehlen sie angelegentlich unseren Gl anbensgen ossen. Breslau. M. Deutsch. האזעו Das Lied Mosis. Eine wissenschaftliche Vergleichung der auf (zu) diesen(nr) Pentateuchabschnitt in der Walton'schen Polnglotte enthaltenen ttebertragungen, mit Bezugnahme aus einige neuere Uebersehnngen. Bon L. Bo den heim. 90 S. Crefeld 1856. Selbstverlag des Verfassers.