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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 5 · p. Seite 193

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1856-01-01
Page
Seite 193 (sequence 2)
Language
German
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Reccnsionen und Anzeigen. 193 und Mittheilungen über Synagogcnwefen, zuin Th eile Gesänge, SHcci* tative und Dtffponfovim für den Gottesdienst. — Die schriftlichen Aufsätze bieten viel des Belehrenden für diejenigen Cantoren und Schullehrer, welche in der musikalischen Literatur weniger als cs wün« schenSwerth bewandert sind, und denen cs in ihrer oft sebr beschrankte» Lage an jeder Anregung zur Fortbildung ihres musikalischen Wissens und ihrer executiven Fähigkeiten gänzlich fehlt. Begegnen wir darin auch oft Ansichten, die unfern religiösen oder musikalischen Grundsätzen entgegen sind, so treten sie doch bescheiden genug hervor, machen keine Ansprüche daraus maßgebend zu sein, und gebe» sich mehr in anregender als belehrender Form. — Borwiegend jedoch sind die musikalische» Beilagen dieser Zeitschrift, und ungleich wichtiger wegen ihres umnittelbaren t>׳influsscs auf den geregelten Synagogengcsang. Dieser liegt so zu sagen noch in der Wiege, und sein junges Leben sollte von jedem Einsichtigen, dem eine gedeihliche Entwickelung unseres Gottesdienstes am Herzen liegt, vor jedem schädlichen läinflnsse bewahrt werden. Da gilt es zunächst, alles unser» neuen Svnagogensängern anhaftende Tri« viale mit derselben Strenge zu verbannen, wie die zügellosen Phantastereie» und die nonchalanten gcmntblichen Argusse ihrer jüngsten Vorgänger; da tbut Noth, das! der Komponist sich in den Geist dcS heiligen Tegtcs versenke, dem er in Tönen eine» erhöheten Ausdruck verleiben will; da ist unerläßlich, daß er ganz erfüllt sei von jenen heiligen Gefühlen, die er in einer zur Andacht versammelten Gemeinde wecke» will. — Ob die bis jetzt in der liturgischen Zeitschrift aufge« nounncnen Gesänge solchen Anforderungen genügend Bo» einer großen Anzahl derselbe» können wir mit Freude» sagen, daß sie das Ge« präge frommer Würde und andächtigen trmpfindeuS an sich tragen, so» wohl der Form als dem Inhalte nach sich aufs Innigste und ungekünstelt mit dem Worte verbinden; auch muß ihnen vor vielen andern der Vorzug der leichtern Ausführbarkeit eingeräumt werden, wodurch sie sich ganz besonders kleinere!; Gemeinden empfehlen; und wünschen wir ihnen daher die beste Aufnahme und größtmögliche Verbreitung. Der Raum verbietet uns, diese Nummern alle a»z״gcben; jeder Sachverständige wird sie ohne große Mühe herausfinden und fick bald mit ihnen befreunden. Mit ganz besonderer Befriedigung wollen wir nur auf die alten Melodien mit ihren eigenthümlichcn Rhythmen und Wen« düngen Hinweisen, die der Herausgeber uns so treu als möglich zu erhalten bemüht ist. Viele derselben sind im Laufe der Zeit von de» Meisten vergessen, und werden nur noch hie und da von einem leidlichen Natur «Chasan executirt, der aber in seiner Unwissenheit den hohen Frankel, Monatsschrift. V. S. 15

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