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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 5 · p. Seite 182

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 5
Article
Beitrag zur Chronologie
Date
1856-01-01
Page
Seite 182 (sequence 1)
Language
German
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182 9531ff1*nfd>aft!tche Aufsapt. Wissenschaftliche Aufsätze. Beitrag z,tr (Chronologie. Voll IU. B. Zuckermann. Tn luntjl kunstreiche Bau des jüdischen Kalenders ciitl'chvt in seinem Fundamente derjenigen Materialien, welche Um zur leichten Trennung und Zusammensetzung seiner (Glieder tauglich machen. Sind schon die Elemente des Kalenders überhaupt, ibrem Ursprünge nach, Zeitabschnitte, mitbin trösten, die durch die. übliche Bezeichnung der Zeit angegeben werden, so tritt bei dem jüdischen die von der gewöhnlichen theilweise verschiedenen Gintl^eilungsart der Zeit biuzu. Die. Pintbeilnng der Zeit in bestimmte größere und kleinere Abschnitte ist eine uralte und weitverbreitete Einrichtung, an welche man noch ,licht die Anforderung, daß sie einer wissenschaftlichen, auf bestimmte Prineipieu gegründeten Tbeilung vollkommen genüge, stellen kann. Denn saßt man alle über jene bintbeilung ausgestellten Gründe zusammen, so ergibt sich, daß. fkiltf die Natur, tbeUs Astrologie, oder gar Willkür die ebemalige Quelle dieser eingesübrten Zeitperioden war, da nach de!n damaligen Zustand, der Rechnungsoperationen von bequemen, den Rechnungcn unterzulegenden TbeilungSzablen nicht die Rede sein konnte. Diese. Zeitabschnitte haben sich bis in die Gegenwart verpflanzt, ebne daß, mit AuSnabme eines mißglückten Versuchs in der kurzen Napoleonischen Zeit, etwas für passende Rechnuugsfaetoren im Kalendcrkalkiil geschehen sei. So wnusebenswertb eine derartige Veränderung für den Matbematiker ist, so fürebtet man doch das völlige Umkehren eines alten, bekannten, von Allen liebgcwonnenen und angewandten Apparats, (.vö würde dies ansanglich für den Gebrauch eine Unbequemlichkeit herbeiführen, welche wie eine jede ähnliche Neuerung sich erst nach einer langen Reihe von Jahren einbürgcrt, und da die Aenderung doch nur mehr wissenschaftliches Interesse bat, so mögen sich die Gelehrten weiter plagen und die übrige große Welt damit in Rübe lassen. Man war bisher bemüht, zur einfachsten und schnellsten Losung der den jüdischen Kalender betreffenden Aufgaben Methoden aufznstellen, die mit Hülse der dazu entworfenen Tabellen ihre prattische Anwendung finden. So bequem auch manche dieser Methoden zu sein scheinen, so haben sie dennoch die fremdartigen Rechnungen mit Tagen, Stunden und (5belakim nicht be-" seitigt. Selbst bei der einfachsten Methode bietet die Auslösung einer derartigen Aufgabe eine Unbehaglichkeit im Rechnen, die nur der deurtheilen kann, der je eine etwas verwickelte, in das Kalendcrfach einschlagende Frage zu lösen versucht hat. In kurzen Worten gesagt, solche Rechnungen gehören zu denjenigen Arbeiten, die nicht ,nit der

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