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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1856-01-01 · Heft 5 · p. Seite 166

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 5
Article
Geschichte der Juden in Holland
Date
1856-01-01
Page
Seite 166 (sequence 5)
Language
German
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166 (ttcfd'ichtc der Inden in Holland. giestschen Juden i» Amsterdam mit ibvcu Brüdern in den Barbareskenstaaten ilicbt selten ziemlich lebhafte Berbindnngen!׳alten; der Letzten Nanbsncl't maä'le also lncr im Lande einen nnangenelnnen (Eindruck. Herr stioMepied, der früher die Juden in der Levante sel׳r protegirt batte, stellte bei den Staaten den Antrag die jüdische Nation in Holland empfinden $11 lasse», wie sehr ansgebracht sie hierüber wäre», um hiermit die von Algier von ihren Nänbereien abznsänecken; aber man findet keine Spur, das; man in der Versammlung Ihrer Hoclmiög. in dieser Angelegenheit zn irgend einem Entschlüsse bekomme» sei. Eompetenz zur Erlaubnis; des akademischen U n r e r r i ch k S. An der Akademie zu Leyden crisrirtcn bei ihrer Stiftung vier Fächer oder Farnltäten: die Gottesgclehrtheit, Nechtsgelehrtheit, Medicin und Philosophie, worunter alte Literatur mit gezählt ward. Es versteht sich von selbst, das; für den Unterricht in der christlichen Theologie Inden nicht in Betracht kommen konnten. Für die Nechtsgclehrthrit, wovon damals das kanonische Recht noch einen Theil ansmachte, war solches beinahe ebenso zn be- Haupte». Griechische und römische Literatur und Philosophie standen zuviel außer dem gewöhnlichen Stndienkreisc sch der jüdischen Gelehrten, um dem Gedanken Raum zu geben, einem Inden den Unterricht hierin z» übertragen. Die Medici» war also das einzige Fach, worin Juden hätten Unterricht errheilen können. Und wirklich waren sie zu Salerno und zn Montpellier die ersten Stifter der medieinischen Farultät gewesen. Eine solche Anstellmig hätte jedenfalls den Statuten der Leydcn'schen llnivcrsiiät nicht widersprechend erachtet werden können; aber die Enratoren der Akademie hätten nicht so leicht das Profefforat einem Israeliten anvertrauet, der dem Ehristenthum so abgeneigt war, wie ein Zacnto oder Orobio. Und wenn sic anch dazu den Entschluß gefaßt hatten, würden die Synoden sich widersetzt haben, in welchem Falle die Entscheidung vom Starrhalker oder Raths- Pensionär wäre abhängig gcwescn. Wäre cs nun dem jnd. Arzte Bueno gegluckt, den Prinzen Moritz von seiner für unheilbar gehaltenci; Krankheit herzustellen, oder wenn der junge Ben Israel dem NathSpeusivnär von Holland irgend einen interessanteil Dienst geleistet hätte, so wäre es nicht unmöglich gewesen, daß einer dieser Beiden sich eineil Lehrsitz erworben hätte. Dem Spinoza ward

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