Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 2)
- Language
- German
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Recensionen und Anzeigen. 67 Autorschaft aus bcr Uebereinstiinmung mit der Bibel zu schöpfen, war man, wie Herr I)v. B. bemerkt, um so mebr entfernt, ״als, je häufigere und vernehmlichere Anklänge an die Bibel in den gegenwärtig als pseudoepigraphisch erkannten alexandrinischen Schriften, den Sybillinen, dem Aristobul u. A. wabrgcnommen wurden, man sich in dem unbefangcnen Glauben freuet»׳, hier einen belle» Beweis zu gewinnen, daß das unverfälschte Zeugniß aus dem Munde der edleren Heiden im Wesentlichen gleichlaute dem göttlichen Gnadcnwort der Bibel." Dock» hatte schon Joseph Scaligcr i», Jahre 1006 aufmerksam gemacht, ״das ganze VerSstück weise in allen Theile» auf einen hellenistischen jüdischen, oder was wahrscheinlicher ist christlichen Bersasser". Dies»׳ Wabrscheinlichkeit begründete Sealiger durch L. 110 des Phokylid. Gediclcts: X'go ifägzio ~£art 080v, c׳jvs!37s1ps“. Als Quelle hierfür sah Scaligcr Deuteron. 22, 4 an; dort aber heißt es ״deines Bruders"; ein Christ hatte biersür die ״allgemeine Liebe" gesetzt. Herr B. deckt (S. IV) die etwas geringe Bertrautbeit Scaligers mit der Bibel aus; die Unterlage dieses V. bildet Exod. 23, 5 ״wenn du den Esel deines Feindes ff." Herr B. nimmt nun die Frage über Pholyl. von vorn aus und forscht HS. V): ״nach dem Bcrbältniß des Verfassers z» der Bibel und der klassischen Litteratur der Grie»hen, nach der Absi»ht, welche er mit diesem Gedichte verfolgt und nach der Zeit, in welcher er lebte". Daß Phokylid. an die Bibel anlcbne und von ihr abhole, ist »gar nicht in Abrede zu stellen; hat er doch, wie schon Scaliger bemerkt, V. 84. 130. 147 sogar das speeielle Gesetz, die Mutter nicht mit sammt de» Küchlein zu nehmen (Deuter. 22, 0. 7), ferner das Verbot Aas oder von wilden Thieren Zerrissenes zu genießen (Ezod. 22, 30. Deuter. 14, 21), fast buchstäblich aufgenomme». Anstoß er« regen jedoch Stellen, in denen Phokylid. von Göttern in heidnischer Mehrheit spricht (das.). Dieses Bedenken dürfte zw»rr nach der Ansicht des Res. nicht schwer wiegen: Philo, gegen dessen jüd. Wesen und Gesinnung doch wohl Niemand einen Zweifel liegt, hat mitunter Äsor, dort nämlich, wo er auf die gewöhnliche Sprachweise eingehet; und wenn sogar die Septuaginta שאול mit ahrfi und קרך הפוך mit’A[j.aXxspa? übersetzen (vergl. Vorstudien zu der Sept. S. 203, das aävjc des Phokyl. erkennt Herr B. selbst als nicht anstößig), so dürfte das als Redeweise vorkommende Äsor nicht besrcmdcn. Doch wir folgen lieber dem glanzenden Ergebniß der tief eingehenden Kritik des Herrn B. V. 97. 98 hat: [xrfis {jianqv &cl 7ri>p K'x'Siau{ jjuviiä'ciij 91'Xov 7jT0p. [ie'rpa 8s ^soia. to yap jj.s'־cpov ecrtv aptcTOv. Hat dieses (1.6Tpa 86 tsOx« Äsorsi. irgend einen Sinn in sich oder einen