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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 11 · p. Seite 416

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 11
Article
Aus dem Orient
Date
1855-01-01
Page
Seite 416 (sequence 4)
Language
German
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416 Wissenschaftliche Aufsätze. berichtet, ich meinerseits kann nur sagen: אשרי עץ.ראתה כל אלה (wohl dem Auge, das dieses Alles sah).;׳ Mein innigstes Gebet schließt sich dem so vieler Tansende an, daß der Allmächtige ihm und seiner würdigen edlen Gemahlin noch viele, viele Jahre der vollkommenen Gesundheit ertheilen möge, damit sie noch lange die Stütze und Zierde Israels bleiben. — Ich habe die Ehre n. s. w. Wissenschaftliche Aussätze. Verschiedene.Theorien über das Wesen der Seele bei einigen arabisch-jüdischen Religionsphilosophen. Eine kulturgeschichtliche Skizze von A. Schmied!, Rabbiner zu Proßnitz. (Schluß.) III. Nicht lange nach Jbn G'ebirol tauchte an dem Himmel Spaniens abermals ein glänzender Stern auf, dessen klares und strahlendes Licht bis aus die neueste Zeit herab freudig begrüßt wird. Jehuda Ha-Levi ben Samuel, arabisch Abu l-Hassan (geb. zu Kastilien um 1085), ist der Name dieses Sternes erster Größe. Ebenso wie sein Vorgänger Jbn G'ebirol war auch Jehuda gleich gefeiert in der poetischen Literatur, wie ans den ernsten Gebieten der Philosophie und der Glauheuswissenschast. Sein ursprünglich arabisch geschriebenes Werk Kusari, das von Jehuda Jbn Tibbon und von Jehuda b. Jsak ben Kardinal in das Hebräische, aus dem Hebräischen von Abendana ins Spanische, von Buxtorf ins Lateinische und von Kassel ins Deutsche übertragen wurde, handelt auch über die Seele in mchrern Kapiteln des Buches. Was ist die Seele? Darauf antwortet unser Autor: Die Seele ist das Princip der Bewegung und Empfindung. Md schon aus dieser Definition wird ersichtlich, daß nicht nur der Mensch, sondern Alles was sich bewegt und empfindet, im Besitze einer Seele ist. Nun aber bewegt sich die Pflanze auch, denn alles Wachsthum ist Bewegung (vgl. Jkkarim IV, 30. More II. Prämisse 4); die Pflanze, hat daher ebenfalls eine Seele, die vegetative Seele. Nun aber gar das Thier, das bewegt sich nicht nur pflanzenartig, sondern nach Willkür und besitzt noch überdies Empfindung; das Thier hat daher ebenso eine Seele, als Princip der Vegetation und der Empfindung in Einem:

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