Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Syrien und die Beduinen unter der türkischen Verwaltung
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 384 (sequence 20)
- Language
- German
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384 Aus dem Orient. Montefiore und Cohn als wahrhafte Verbesserer der jüdischen Zustände Palästina's diesem Punkte ihre Aufmerksamkeit widmen und unter de»n Beistände Gottes, in dessen Hand die Herzen der Fürsten und ihrer Großen, an höheren Orten ans Hebung dieser Hindernisse hinarbeiten werden. Frankel. Aus d c m O r i e n t. Die Augsburger Allg,! Zeit, brachte eine Correspondenz aus Jerusalem, die über die Ankunft des Sir M. Montefiore daselbst und seine Unternehmungen für die dortigen jüd. Einwohner berichtete, zugleich aber auch erzählte, daß er auf eine Opposition gestoßen, die ihn wie im vorigen Jahre Herrn Albert Cohn mit, dem C h er e m, bedrohete. Es spricht sich in dem Berichte,eine feindliche, man kann sagen unedle Gesinnung aus, : die das Vertrauen in die Wahrheitsliebe des Correspondenten mehr als erschüttert. ,,Er bringt aber auch eine notorische Unwahrheit: Herr A. Cohn wurde bei seiner vorjährigen Anwesenheit von keinem Anathem bedrohet, sondern cs kamen ihm, wie seine Briese in dieser Monatsschrift, anssprachen, von all e n Seiten Anerkennung und eifriger, Wille entgegen. Endlich thut der hier folgende Brief, des D1\ Löwe an ferne Verwandten, der, wie man,an seiner einfachen vertraulichen Darstellungsweise erkennt, die Verhältnisse (wie iw einem Schreiben an Schwester und, Schwager) ganz, offen und unumhüllt . darlegt, des verineintlichen Cherems auch nicht öer mindesten Erwähnung. .-t- * •״ .. ' , Alexandria, im Palast« des Vicekönigs von Egypten ain 3. September 5615, Ich muß vor Allem dem lieben Gott danken, daß er bisher meine Gesundheit so vollkommen erhalten hat, und trotzdem daß ich auch manches Unannehmlichkeiten zuweilen Hatte, blieb ich doch immer frohen Muthes. Das Resultat unsrer Mission war meinem Erachten nach von dem besten Erfolge gekrönt. Wir haben in dem heiligen Lande! mehr als SOO Personen mit dem Ackerbau beschäftigtin Jerusalem eine Mädchenschule eröffnet, dort den Grundstein eines Hospitals gelegt ünd alle übrigen Institute geordnet. Man konnte in der Thai auf -allen unseren Wegen den besonderen Segen Gottes undAseine gnadenreiche Hülst erkennen. Die Eröffnung der Schule und die Grundsteinlegung